Christiane Brosius , Roberta Mandoki (Hrsg.)

Caring for Old Age
Perspectives from South Asia

Heidelberg Studies on Transculturality, Band 8

Neben zunehmender Urbanisierung und Mobilität erleben viele Gesellschaften gleichzeitig steigende Lebenserwartungen und ein Älterwerden ihrer Gesamtbevölkerung. Solch grundlegende demografische und strukturelle Veränderungen spiegeln sich in einer Vielzahl von Narrativen und Strategien wider, wie ein „gutes Alter(n)“ angesichts sich rapide transformierender Umgebungen, der Mobilität von Menschen und sich wandelnder sozialer Beziehungen aussehen kann. Dieser Band erforscht die transkulturellen Dimensionen von Alter(n) und Care in ethnografischen und literarischen Fallstudien sowohl in Südasien als auch in einer südasiatischen Studie in Europa. Die elf Beiträge dieses Bandes setzen sich kritisch mit eurozentrischen Aspekten in der Alter(n)sforschung auseinander und untersuchen, wie Perspektiven aus dem Globalen Süden transkulturelle Verflechtungen und Konnektivitäten von Care- und Alter(n)serfahrungen aufzeigen können.

Margret Scharrer , Heiko Laß , Matthias Müller (Hrsg.)

Musiktheater im höfischen Raum des frühneuzeitlichen Europa
Hof – Oper – Architektur

Höfische Kultur interdisziplinär (HKI) – Schriften und Materialien des Rudolstädter Arbeitskreises zur Residenzkultur, Band 1

Die Vereinigung der Künste im „Gesamtkunstwerk“ der höfischen Oper bildete zwar schon wiederholt den Gegenstand musikwissenschaftlicher Forschungen, doch wurde beispielsweise die spezifisch räumlich-architektonische Seite der höfischen Oper bislang kaum beachtet. Musiktheater meint aber szenische Aufführung und Architektur gleichermaßen. Beide bildeten wesentliche Komponenten herrschaftlicher Repräsentation im 17. und 18. Jahrhundert. Im Alten Reich veranlasste daher nicht nur der reichsständische Adel musiktheatrale Aufführungen, sondern auch kleinere Höfe brachten Ballette und Opern auf die Bühne. Die interdisziplinären Beiträge einer Tagung des Rudolstädter Arbeitskreises zur Residenzkultur widmen sich dem Thema in einer europäischen Perspektive und erläutern die vielfältigen Verbindungen, die zwischen dem Musiktheater und dem höfischen Raum im architektonischen, politisch-kulturellen sowie sozialen Sinn bestanden.

Anna-Victoria Bognár

Der Architekt in der Frühen Neuzeit
Ausbildung, Karrierewege, Berufsfelder

Höfische Kultur interdisziplinär (HKI) – Schriften und Materialien des Rudolstädter Arbeitskreises zur Residenzkultur, Band 2

Der Beruf des Architekten durchlief im Heiligen Römischen Reich bereits in der Frühen Neuzeit (ca. 1500–1800) die entscheidenden Stadien seiner Professionalisierung. In der Regel bereiteten mehrfache Ausbildungen im künstlerischen, handwerklichen, militärischen und wissenschaftlichen Bereich die Architekten auf ein breites Berufsfeld vor. Als Baumeister in den Bauämtern führten sie eine effiziente Arbeitsteilung bei Entwurf, Planung, Ausführung und Verwaltung ein und konnten zuweilen bemerkenswerte Karrieren durchlaufen. In diesem Band werden die kulturellen, sozialen und administrativen Faktoren beleuchtet, die das künstlerische Schaffen der Architekten bedingten.

Rektoratskommission Studium Generale , Martin Borowski , Kerstin von Lingen (Hrsg.)

Studium Generale
Bd. 6: Menschenrechte - für wen?

Die Entwicklung von Werten, ihre Umsetzung in Formulierungen und ihre Kodifizierung in Institutionen ist im Grunde ein erstaunlicher Prozess. Dass beispielsweise der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag entstehen konnte, ist einem langen Entwicklungsprozess zu verdanken. Ein Prozess, der sich nicht zuletzt aus den Erfahrungen mit den Kriegen und Kriegsverbrechen einer technisierten Welt entwickelt. Die Zahl der Mittel und Instrumente zum Schutz der Menschenrechte ist gewachsen, doch gleichzeitig zeigt ein genauerer Blick auch die Fragilität dieser Instrumente. Viele Einflussfaktoren sind hier zu diskutieren – vom Trend zu autoritärer Staatlichkeit bis hin zu ökonomischer Globalisierung mit all ihren Begleitumständen. Und die Entwicklung bleibt nicht stehen. Wie geht eine Gesellschaft beispielsweise mit religiöser Diversität vor dem Hintergrund der entwickelten Menschenrechte um?

Gisela Müller-Brandeck-Bocquet , Rektoratskommission Studium Generale , Jürgen Neyer (Hrsg.)

Studium Generale
Bd. 5: Europa – Realität und Vision

Europa die Frau, Europa das Haus. Europa als Traum, Hoffnung und Notwendigkeit.

Europa hat viele Gesichter und es gibt die unterschiedlichsten Gleichnisse für das, was Europa und was die Europäische Union sind und sein sollen. Die Universität Heidelberg hat Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen eingeladen und sie gebeten, im Rahmen des Studium Generale zum Thema „Europa – Realität und Vision“ Stellung zu nehmen und dabei auf unterschiedliche Aspekte wie Minderheiten und Bürgerrechte, Migration, die Rolle Deutschlands im Integrationsprozess der Europäischen Union oder die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik nach dem Brexit-Referendum einzugehen. Auch der Blick von Russland auf die Europäische Union sowie chinesische und europäische Sichtweisen auf den jeweils anderen legen eine Fülle von historischen Bedingtheiten, Bildern und Vorbildern frei, die in ihrer Wirksamkeit nicht zu unterschätzen sind. Ob das Plädoyer für eine Neugründung Europas die wegweisende Option ist, bleibt dabei dem Leser überlassen.

Ekkehard Felder et al. (Hrsg.)

Handbuch Europäische Sprachkritik Online (HESO)
Band 4: Sprachinstitutionen und Sprachkritik

Sprachinstitutionen haben in den einzelnen hier behandelten Sprachen in unterschiedlichem Maße die sprachkultivierende, sprachnormierende und auch sprachkritische Auseinandersetzung befördert. Zu den bekanntesten und in gewissem Sinne auch symbolträchtigsten Sprachinstitutionen zählen zweifellos Sprachakademien wie die Accademia della Crusca oder die Académie française. Neben Sprachakademien stehen mitunter auch Sprachgesellschaften für eine nicht nur sprachnormierende, sondern in Teilen auch sprachpuristische Auseinandersetzung.

Michael Wolbring

Melchior Goldast und der ›Codex Manesse‹
Mit besonderer Berücksichtigung der ›Hypomnemata in aulicorum Poetarum Carmina amatoria‹

In der Zeit um 1600 setzt sich der Schweizer Humanist und Jurist Melchior Goldast von Haiminsfeld (1576/78–1635) intensiv mit der Literatur des Mittelalters auseinander. Seine besondere Aufmerksamkeit findet die bedeutendste mittelalterliche Lyrikhandschrift in deutscher Sprache, der ›Codex Manesse‹. Goldast fertigt umfangreiche Notizen zu der Handschrift an, zitiert und ediert sie in Teilen in seinen gedruckten Werken und macht sie so erstmals einer größeren Öffentlichkeit bekannt. Mehr als die Begeisterung für die Lyrik des Mittelalters sind es aber vor allen Dingen tagespolitische Wirkinteressen, die den Calvinisten Goldast bei seiner Arbeit antreiben.

Rudolf G. Wagner , Catherine V. Yeh , Eugenio Menegon , Robert P. Weller (Hrsg.)

Testing the Margins of Leisure
Case Studies on China, Japan, and Indonesia

Heidelberg Studies on Transculturality, Band 6

Dieser Band vereint acht Studien zu verschiedenen historischen und aktuellen Aspekten von Freizeit in Asien. Er setzt sich kritisch mit dem vorherrschenden eurozentrischen Schwerpunkt der Freizeitforschung auseinander und bringt eine Reihe von zentralen Fragen wie etwa die Rolle der Freizeit als transkultureller Kontaktzone in die Diskussion mit ein. Der Band beschäftigt sich mit einem Gebiet, das aufgrund der verstärkten Bedeutung von Freizeitaktivitäten für die Definition der Identität einer Person, der sich verwischenden Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit im postindustriellen Zeitalter und der zunehmenden wirtschaftlichen Bedeutung von Freizeitaktivitäten wie dem Tourismus rasch wächst. Die Einbeziehung Asiens in die Diskussion trägt dazu bei, das Freizeitforschung in einen globalen Kontext zu stellen.

Matthias Bartelmann

General Relativity

Lecture Notes

Einsteins allgemeine Relativitätstheorie ist nach wie vor die gültige Theorie der Gravitation und hat sich in zahlreichen Tests und Messungen bewährt. Sie beruht auf einfachen Prinzipien und verbindet die Geometrie der Raumzeit mit deren Masse-Energie-Inhalt. In diesem Vorlesungsskript werden zunächst die physikalischen Grundlagen erläutert und die nötigen differentialgeometrischen Werkzeuge bereitgelegt. Nach der Begründung der Feldgleichungen wird die Bewegung im Gravitationsfeld besprochen und gezeigt, welche Eigenschaften schwacher Gravitationsfelder aus den Feldgleichungen folgen. Lösungen für kompakte Objekte und schwarze Löcher werden hergeleitet und diskutiert, ebenso wie kosmologische Modelle. Zwei astrophysikalische Anwendungen der allgemeinen Relativitätstheorie schließen das Skript ab.

Óscar Loureda (Hrsg.)

Studium Generale
Bd. 3: Wasser

Als archē, den Ursprung allen Seins, bezeichnete der griechische Mathematiker und Naturphilosoph Thales von Milet (um 625–545 v. Chr.) das Wasser. Er war der erste, der Ursprung und Ende des Alls auf ein einziges Element zurückgeführt hat, denn „aus Wasser, sei es in festem, sei es in flüssigem Zustande, bestehe das Universum“.
Der größte Teil der Oberfläche unseres Planeten ist von Wasser bedeckt. Davon entfällt auf das Salzwasser der Weltmeere mehr als 96 %, der vergleichsweise kleine Rest ist das für uns Menschen so kostbare Süßwasser. Wasser ist Leben, knappe Ressource, Ware, Ursache von Konflikten weltweit: Entsprechend vielfältig sind die Forschungsschwerpunkte und fachlichen Expertisen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die im Rahmen des Studium Generale zum Thema „Wasser“ im Wintersemester 2015/2016 nach Heidelberg eingeladen wurden und anschließend Beiträge zu diesem Band beigesteuert haben.