Vorschau

Vorschau und lieferbare Titel 2020/2021

Alle zurzeit lieferbaren und bis Herbst 2021 geplanten Titel finden Sie in unserer aktuellen Verlagsvorschau.

Erscheint demnächst

Sarah-Denise Fabian, Silke Leopold, Panja Mücke, Rüdiger Thomsen-Fürst (Hrsg.)
Johann Stamitz und die europäische Musikermigration im 18. Jahrhundert

Schriften zur Südwestdeutschen Hofmusik, Band 4

Die vorliegende Publikation dokumentiert die Referate des Symposiums »Die Familie Stamitz und die europäische Musikermigration im 18. Jahrhundert«, das in Schwetzingen am 17. und 18. Juni 2017 aus Anlass des 300. Geburtstags von Johann Stamitz stattfand. Veranstaltet wurde die Tagung von der Forschungsstelle Geschichte der Südwestdeutschen Hofmusik der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim. Johann Stamitz, eine Galionsfigur der Mannheimer Hofmusik, und seine Familie stehen beispielhaft für die Musikermigration des 18. Jahrhunderts in Mitteleuropa. Ausgehend davon untersuchen die Referate verschiedene Aspekte des Themenkreises. Zum Konzept der Tagung gehörte es, neben erfahrenen Fachleuten auf diesem Gebiet auch dem wissenschaftlichen Nachwuchs eine Plattform für eigene Forschungen und für die Präsentation der Ergebnisse zu bieten.

Erscheint Frühjahr 2021

Sebastian Fitzner
Ein Haus für Herkules

Höfische Kultur Interdisziplinär (HKI) 3

Eigens für die fürstlichen Architekturmodelle ließ Landgraf Karl Anfang des 18. Jahrhunderts das Modellhaus errichten, ein bis dato ungewöhnliches Gebäude, das eine vielbeachtete Sehenswürdigkeit seiner Zeit wurde. Darin befand sich auch das jegliche Maße sprengende Modell des berühmtesten Kasseler Kunstwerks, des Karlsbergs mit Herkules. Anhand neu erschlossener Pläne, Akten und zeitgenössischer Reisebeschreibungen wird hier erstmals die Geschichte dieses singulären Baus und seiner fast einhundertjährigen Sammlungsgeschichte nacherzählt und – mit Blicken auf Berlin, Sankt Petersburg und Versailles – die anhaltende Bedeutung von Modellen nachgezeichnet.

Erscheint im Frühjahr 2021

Rajan Khatiwoda, Simon Cubelic, Axel Michaels
The "Mulukī Ain" of 1854. Nepal’s First Legal Code
Documenta Nepalica – Book Series, Band 2

Der Mulukī Ain von 1854, das erste Gesetzbuch Nepals, gehört zu den bedeutendsten Werken der modernen nepalesischen Rechtsgeschichte. Vom Staatsaufbau und Gerichtswesen über Tötungs- und Eigentumsdelikte bis hin zu Kasten- und Reinheitsvorschriften werden nahezu alle Aspekte des Straf- und Privatrechts, des öffentlichen, religiösen und Gewohnheitsrechts eingehend behandelt. Dadurch ist der Mulukī Ain nicht nur eine einzigartige Quelle für das politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in Nepal zur Zeit des 19. Jahrhunderts, sondern auch für die Stellung der hinduistischen Jurisprudenz in den Rechtskulturen Südasiens.

Erscheint Frühjahr 2021

Silke Leopold und Bärbel Pelker (Hrsg.)
Fürstliches Arkadien. Sommerresidenzen im 18. Jahrhundert

Schriften zur Südwestdeutschen Hofmusik, Band 5

Fürstliche Sommerresidenzen gelten in der Forschung als Sehnsuchtsorte, an denen die Herrscher ihren Traum vom irdischen Paradies zu verwirklichen und den Zwängen des höfischen Zeremoniells zu entfliehen suchten. Traditionell ist diese Forschung in den Kunstwissenschaften angesiedelt. Welche Musik in den Sommerresidenzen gemacht wurde, und wie sich diese möglicherweise von der der jeweiligen Hauptresidenz unterschied, ist bisher noch nicht systematisch untersucht worden. Hierzu hat die Tagung einen Beitrag geleistet, indem sie das Musikleben an ausgewählten europäischen Sommerresidenzen des 18. Jahrhunderts untersuchte und miteinander in Beziehung setzte. Die einzelnen Beiträge stellen die jeweiligen Situationen der Musikpflege an ausgewählten Sommerresidenzen im deutschsprachigen Raum sowie in Italien, Spanien, England, Schweden und Russland dar.

Erscheint Frühjahr 2021

Steve Pagel
Die Wurzeln der Kontaktlinguistik. Zur Entstehung des Sprachkontaktparadigmas in der Sprachwissenschaft

Das Nachdenken über Sprachkontakt und Sprachmischung ist von Anfang an Teil der europäisch-abendländischen Beschäftigung mit Sprache. Angefangen bei Platon, ist es lange ein recht unaufgeregtes Nachdenken, bis sich im 19. Jhd. der Blickwinkel radikal ändert: die Normalität ist weg, Kontakt und Mischung werden erst zu einem Forschungstabu und nur wenig später zum Forschungsfokus, aus dem eine eigene Disziplin, die Kontaktlinguistik hervorgeht. Dieses Buch erzählt erstmals die ganze Geschichte der Erforschung von Sprachkontakt bis an die Schwelle zum 20. Jhd. und zeigt, wie kritisch-historiografische Studien helfen können, aktuelle Debatten (z.B. in der Kreolistik) einzuordnen und voranzubringen.

Erscheint Frühjahr 2021

Eva-Maria Troelenberg, Kerstin Schankweiler, Anna Sophia Messner (Hrsg.)
Reading Objects in the Contact Zone
Heidelberg Studies on Transculturality 9

The cultural effects of globalization constitute one of the most important challenges for the discipline of art history today. The aim of this publication is to take a critical look at art historical narratives. Based on transcultural object biographies, the volume brings together analyses of objects and images that circulate in transcultural contact zones: their histories of origin, circulation and perception slice through space and time. The histories of these objects and images thus demonstrate in exemplary fashion how knowledge and understanding can be generated, communicated or also challenged in cultural contact zones. Hence, the publication is designed as a methodological contribution to a transcultural art and cultural history. It is also conceived as an instrument for teaching and contains a critical-discursive glossary of key-terms that combines theory and practice of transcultural art history.

Erscheint Frühjahr 2021

Jérôme Verdoot
Une clôture hermétique? Isolement régulier et intérêts séculiers au monastère Saint-Pierre de Lobbes (VIIe–XIVe siècle)

Pariser Historische Studien 119

Im Mittelalter rechtfertigten die Benediktinerabteien ihre Existenz durch ihre Isolation von der Welt, was insbesondere durch den Topos des "desertus locus" bestätigt wurde, die zeigen, dass sich die Gründer von Abteien fernab jeglicher Zivilisation niederließen. Um zu überleben, mussten die Abteien der umliegenden Gesellschaft Waren oder Dienstleistungen abgewinnen (Oblaten, Nahrung, Schutz ...) und dafür andere zur Verfügung stellen (politische Unterstützung, Gastfreundschaft ...). Mittelalterliche Klöster waren daher tief in die Gesellschaft integriert, auch wenn sie vorgaben, von der Gesellschaft isoliert zu sein. Dieses Paradoxon des klösterlichen Lebens wird häufig in Ordensforschungen erwähnt, viel seltener jedoch für das Studium bestimmter Ordenseinrichtungen. Ziel dieses Buches ist es, diesen theoretischen Rahmen mit der Realität zu konfrontieren, die die Mönche der Abtei Saint-Pierre in Lobbes (Hennegau, Belgien) seit der Gründung dieses Klosters (7. Jahrhundert) bis zum Ende des 14. Jahrhundert gelebt haben. Konkret werden die Wechselwirkungen zwischen der Abtei und ihrem politischen und wirtschaftlichen Umfeld analysiert.

Erscheint im Sommer 2021

Kurt Weissen
Die Marktstrategien der florentinischen Banken bei der Kurie

Die florentinischen Banken beherrschten mit ihren Filialnetzen und Partnern die internationalen Geldgeschäfte des 15. Jahrhunderts. Dank ihrer Präsenz an den wichtigen Handelszentren des Kontinents dominierten die Händler-Bankiers aus der Toskana die bargeldlose Abwicklung der großen Geldtransfers aus ganz Europa an die römische Kurie. Kurt Weissen untersucht, wie Kurienbankiers wie die Alberti und die Medici Deutschland von Brügge und Venedig aus an dieses Zahlungssystem anschlossen. Er zeigt auf, welche Rolle dabei die Gründung eigener Niederlassungen in Lübeck, Köln, Basel und Konstanz spielten und welche Bedeutung Kooperationen mit deutschen Handelsgesellschaften zukam.

Erscheint 2021