»Cette reine qui fait une si piètre figure«
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Régerat-Kobitzsch, Miriam: »Cette reine qui fait une si piètre figure«: Maria von Medici in der europäischen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts, Heidelberg: Heidelberg University Publishing, 2020 (Pariser Historische Studien, Band 115). https://doi.org/10.17885/heiup.540

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ISBN 978-3-946054-97-9 (PDF)
ISBN 978-3-946054-98-6 (Hardcover)

Veröffentlicht am 25.06.2020.

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Miriam Régerat-Kobitzsch

»Cette reine qui fait une si piètre figure«

Maria von Medici in der europäischen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts

Pariser Historische Studien

Die französische Königin Maria von Medici (1575–1642) blieb der Nachwelt als unfähig, machtbesessen und mutmaßliche Gattenmörderin in Erinnerung. Ihr kulturelles und politisches Wirken wurde in der Geschichtsschreibung häufig zu einer weiblichen und italienischen Klammer zwischen der Herrschaft Heinrichs IV. und dem Ministeriat Richelieus reduziert. Dieses Bild überdauerte die Revolution von 1789 und verfestigte sich im identitätsstiftenden historischen Diskurs einer sich zunehmend bürgerlich, republikanisch und laizistisch definierenden französischen Nation.

Die bewegte Rezeption der zweiten Medici-Regentin im 19. Jahrhundert ist hier erstmals Gegenstand einer Untersuchung. Sie bietet tiefe Einblicke in die Verquickung von Historiographie, Gesellschaft und Politik in der europaweiten Krisen- und Umbruchszeit des Nationalismus.

Miriam Régerat-Kobitzsch hat europäische Geschichte in Straßburg, Bayreuth und Tübingen studiert. Ihre Promotion schloss sie 2017 an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen ab. Neben der Geschichte des Ancien Régime sowie der Legitimierung und Inszenierung von Macht in der Frühen Neuzeit befasst sie sich insbesondere mit nationalen Mythen und dem rezeptionsgeschichtlichen Werdegang historischer Figuren.

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Vorwort
Einleitung
I. Das Geschichtsbild der Königin Maria von Medici in Frankreich (1774–1914)
Rezeption einer Herrscherin des Ancien Régime in den Umbrüchen der Jahrhundertwende (1774–1815)
Ambivalentes Schattendasein der Stammesmutter der Bourbonen im Kampf um die Deutungshoheit über die Geschichte (1815–1855)
Maria von Medici in den republikanischen Metanarrativen: eine verhasste Antiheldin der französischen Geschichte (1855–1876)
Institutionalisierung und Verwissenschaftlichung des Bilds Marias von Medici im nationalen Gedächtnis (1876–1914)
II. Das Geschichtsbild der Königin Maria von Medici im europäischen Vergleich (1774–1914)
Die französische Herrscherin Maria von Medici als Protagonistin der belgischen Nationalgeschichte?
Maria von Medici in der britischen Historiografie des viktorianischen Zeitalters
Das Bild Marias von Medici in der deutschen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts
Fazit
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