Online-Schriften des DHI Rom. Neue Reihe

Online-Schriften des DHI Rom. Neue Reihe

Pubblicazioni online del DHI Roma. Nuova serie

Online-Schriften des DHI Rom. Neue Reihe | Pubblicazioni online del DHI Roma. Nuova serie ist eine Open-Access-Schriftenreihe, die vom Deutschen Historischen Institut in Rom herausgegeben wird. In mehreren Sprachen veröffentlicht sie wissenschaftliche Monografien, Aufsatzbände und Editionen zur italienischen Geschichte und Musikgeschichte sowie zur Geschichte der deutsch-italienischen Beziehungen in transregionalen bzw. transnationalen Zusammenhängen vom frühen Mittelalter bis zur jüngsten Vergangenheit. Alle Bände durchlaufen ein doppeltes Blind-Peer-Review.

Die Bände 1 und 2 sowie die erste Auflage von Band 3 sind sowohl auf der Webseite des DHI Rom als auch auf der Publikationsplattform der Max Weber Stiftung perspectivia.net erschienen.

Bibliographische Angaben

Online-Schriften des DHI Rom. Neue Reihe | Pubblicazioni online del DHI Roma. Nuova serie

Redaktion
Prof. Dr. Alexander Koller
E-Mail: koller@dhi-roma.it

Deutsches Historisches Institut Rom (DHIR)

ISSN
ISSN (online): 2700-1458
ISSN (Print): 2700-144X

Bisher erschienen

Francesco Panarelli (Hrsg.), Kristjan Toomaspoeg (Hrsg.), Georg Vogeler (Hrsg.), Kordula Wolf (Hrsg.)

Von Aachen bis Akkon: Grenzüberschreitungen im Mittelalter. Festschrift für Hubert Houben zum 70. Geburtstag

Dieser anlässlich des 70. Geburtstages von Hubert Houben publizierte Band stellt Grenzüberschreitungen als eines der Themen, die dem Jubilar am Herzen liegen, in den Mittelpunkt. Indem die Autorinnen und Autoren Grenze als soziales Konstrukt verstehen, befassen sie sich mit ausgewählten Fällen der Überschreitung von räumlichen, kulturellen und rechtlichen Grenzen im Mittelalter. Die daraus resultierende Vielschichtigkeit und Multiperspektivität spiegeln verschiedene Ansätze und Forschungstraditionen, die in der Zusammenschau ein breites Spektrum möglicher Zugänge zur Thematik der Grenzüberschreitung aufzeigen.

Christian Alexander Neumann (Hrsg.)

Old Age before Modernity: Case Studies and Methodological Perspectives, 500 BC ‒ 1700 AD

Dieser Band widmet sich dem Alter(n) in der Vormoderne mit einem Fokus auf dem Mittelalter. Gerontologische und geisteswissenschaftliche, vor allem geschichtswissenschaftliche Perspektiven werden miteinander kombiniert, um so zu neuen Einsichten zu gelangen. Die gerontologischen Beiträge legen zentrale Theorien und Methoden dar, die für die Analyse historischer Entwicklungen relevant sind, während die geisteswissenschaftlichen Beiträge Fallstudien präsentieren, welche historische Evidenz liefern.

Andrea Fara (Hrsg.)

Italia ed Europa centro-orientale tra Medioevo ed Età moderna: Economia, Società, Cultura

Es greift gewiss zu kurz, in den historischen Prozessen, die für Mittel- und Osteuropa im Mittelalter und in der frühen Neuzeit kennzeichnend waren, eine Abweichung bzw. Rückentwicklung des westeuropäischen Modells zu sehen und damit die Rückständigkeit jener Regionen zu betonen. Die jüngsten Forschungen schaffen die Voraussetzungen, dieses dualistische Bild von den beiden Teilen des Kontinents zu überwinden. Vergleichende Studien erhellen nicht nur die Momente der Gleichartigkeit, sondern auch die Spezifika, welche die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse im mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Europa auszeichnen. Im vorliegenden Band werden neuere Forschungsergebnisse vorgestellt, die in ihrer Fokussierung auf bestimmte Territorien und deren ökonomische, gesellschaftliche und kulturelle Beziehungen zur italienischen Halbinsel zu weiteren Überlegungen anregen sollen.

Roberto Fiorentini, Marco Albertoni (Hrsg.)

Livio Odescalchi, nipote di papa Innocenzo XI: Interessi famigliari e strategie di ascesa nella stagione dell’antinepotismo

Livio Odescalchi (1652–1713), Neffe Innozenz’ XI., zahlte in seiner Jugend den Preis für die antinepotistische Politik des Papstes, der ihm jegliches offizielle Amt verweigerte. In denselben Jahren musste sich Livio der übermächtigen Kontrolle seines Onkels, der sein testamentarischer Vormund war, unterwerfen – eine so missliche Stellung, dass seine Person in der damaligen Kultur zu einem weitverbreiteten Symbol des Unglücks wurde. Trotzdem gelang es ihm, in jungen Jahren den Grundstein für eine Strategie des wirtschaftlichen und sozialen Aufstiegs zu legen, die später Früchte tragen sollte. Nach dem Tod Innozenz’ XI. begann eine Zeit der Kompensation durch die Anhäufung von Ehrungen und Besitztümern, finanzielle Investitionen, Aufträge und Kunsthandel, Mäzenatentum, Feste und internationale Netzwerke.

Das Buch, das aus der Doktorarbeit von Roberto Fiorentini (Aprilia 1987 – Washington 2019) hervorgegangen ist, untersucht beide Lebensphasen Livio Odescalchis und analysiert sie anhand einer großen Anzahl von zum Teil noch unveröffentlichten Archivdokumenten.

Lutz Klinkhammer (Hrsg.), Clemens Zimmermann (Hrsg.)

Cinema as a Political Media: Germany and Italy Compared, 1945–1950s

Aus einem vergleichenden, transnationalen Ansatz heraus nimmt die internationale Autorengruppe die jeweiligen nationalen Interpretationen der Vergangenheit in Deutschland und Italien, wie sie sich im Medium des Films zwischen 1945 und etwa 1955 darstellen, in den Blick und thematisiert auch die wechselseitige Wahrnehmung der Filme. In den 12 Beiträgen werden sowohl die filmischen Erzählmuster von wichtigen Einzelwerken analysiert als auch der zeitgenössische Kontext der Debatte über die Schrecken und Traumata der nationalsozialistischen wie faschistischen Vergangenheit in den beiden Ländern einbezogen. 

Laura Pettinaroli (Hrsg.), Massimiliano Valente (Hrsg.)

Il cardinale Pietro Gasparri, segretario di Stato (1914–1930)

Der berühmte Jurist Pietro Gasparri (1852–1934), ein anerkannter Universitätslehrer und erfahrener päpstlicher Diplomat, leitete das Staatssekretariat und die römische Kurie vom November 1914 bis zum Januar 1930 in einer für die Geschichte Europas und des Papsttums entscheidenden Epoche. Der Band ist das Ergebnis einer Reihe von Studienseminaren zur internationalen Politik des Heiligen Stuhles, die 2013 bis 2016 von der Università Europea di Roma und dem Institut catholique de Paris gemeinsam durchgeführt wurden. Er versammelt die Beiträge eines internationalen Kreises von jüngeren und gestandenen Historiker*innen und Archivist*innen, in denen es um Gasparri in seiner Rolle als Staatssekretär und als zentrale Figur für die Regierung der katholischen Kirche im 20. Jahrhundert geht.

Amedeo Osti Guerrazzi (Hrsg.)

Le udienze di Mussolini durante la Repubblica Sociale Italiana, 1943–1945: 2., erweiterte und überarbeitete Auflage

Im römischen zentralen Staatsarchiv befindet sich der Terminkalender mit den Audienzen, die Mussolini in der letzten Phase des Faschismus, das heißt während der Italienischen Sozialrepublik (Repubblica Sociale Italiana), gehalten hat. Der Band macht ihn nun erstmalig der wissenschaftlichen Forschung zugänglich und ergänzt die Einträge um die Inhalte der Gespräche, die – soweit möglich – unter Heranziehung der Memorialistik und von Dokumenten aus dem Privatsekretariat des Duce rekonstruiert werden.