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Richter, Susan , Roth, Michael und Meurer, Sebastian (Hrsg.): Konstruktionen Europas in der Frühen Neuzeit: Geographische und historische Imaginationen. Beiträge zur 11. Arbeitstagung der Arbeitsgemeinschaft Frühe Neuzeit, Heidelberg: Heidelberg University Publishing, 2017. DOI: 10.17885/heiup.291.389

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ISBN

978-3-946054-51-1 (PDF)

978-3-946054-49-8 (Softcover)

Veröffentlicht am 28.09.2017.

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Susan Richter, Michael Roth, Sebastian Meurer (Hrsg.)

Konstruktionen Europas in der Frühen Neuzeit

Geographische und historische Imaginationen. Beiträge zur 11. Arbeitstagung der Arbeitsgemeinschaft Frühe Neuzeit

Globalgeschichtliche Zugriffe sind in der Geschichtswissenschaft angekommen. Auf der 11. Arbeitstagung der Arbeitsgemeinschaft Frühe Neuzeit hatten sich die Beiträger zum Ziel gesetzt, Europa im Kontext ferner Weltregionen in den Blick zu nehmen. „Europa“ unterlag als politisch-kulturelle Raumvorstellung und auch als Forschungsgegenstand immer wieder vielschichtigen Aushandlungsprozessen, die nicht nur entlang territorialer Herrschaftsgrenzen, eindeutiger Topographien oder von Sprachräumen verliefen. Die Ergebnisse der Tagung eröffnen neue Blicke auf geographisch und historisch imaginierte Selbst- und Fremdzuschreibungen, Behauptungen von Identität und Alterität und die Wandelbarkeit von Peripherie und Zentrum. Sie bilden zugleich eine Werkschau aktueller Forschungsfelder der international weit vernetzten historischen Frühneuzeitforschung in Deutschland.

Prof. Dr. Susan Richter, Lehrstuhlvertretung für Neuere Geschichte mit dem Schwerpunkt Frühe Neuzeit an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Forschungsschwerpunkte: Austauschbeziehungen und Verflechtungsgeschichte zwischen Europa und Asien 16.-18. Jahrhundert, europäische Rechts- und Ideengeschichte, Dynastie- und Monarchiegeschichte des Alten Reichs und Frankreichs.

Michael Roth M.A., Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere Geschichte der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Forschungsschwerpunkte: kurpfälzische Landesgeschichte sowie politische und Kulturgeschichte des Alten Reiches, Frankreichs und Italiens in der Frühen Neuzeit.

Sebastian Meurer M.A., promovierter Historiker, Wissenschaftlicher Koordinator des Sonderforschungsbereichs 948 „Helden – Heroisierungen – Heroismen“ in Freiburg i.Br. Forschungsschwerpunkte: britische und Empiregeschichte der Frühen Neuzeit, europäische Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte sowie Politische Ökonomie.

Inhaltsverzeichnis
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Titelei
Inhalt
Danksagung
Susan Richter, Michael Roth, Sebastian Meurer
Konstruktionen Europas in der Frühen Neuzeit. Geographische und historische Imaginationen. Einleitung
Sektion I: Europas Peripherie als Europas Zentrum? Zum Selbstverständnis Schwedens, Russlands und des Osmanischen Reichs in der Frühen Neuzeit
Christoph Kampmann
Einführung
Inken Schmidt-Voges
„Et nos homines“. Schweden als frontier in der Kartographie und Historiographie des Olaus Magnus
Arina Lasarewa
Ein Reich in der Peripherie? Russische Europawahrnehmung im Kontext der Sicherheitspraxis des 17. Jahrhunderts
Markus Koller
Das Osmanische Reich und die christliche Staatenwelt – Überlegungen zur Handlungsmacht osmanischer Eliten im späten 16. Jahrhundert
Sektion II: Zonen der Barbarei in einem aufgeklärten Europa? „Mapping Europe“ in der Aufklärungszeit
Andreas Pečar
Einführung
Karsten Holste
Das Wechselspiel von Fremd- und Selbstexotisierung polnisch-litauischer Eliten im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts
Klemens Kaps
Von der Erfindung des Binnen­kolonialismus: Reformdiskurse der josefinischen Bürokratie im habsburgischen Galizien im ausgehenden 18. Jahrhundert
Damien Tricoire
Die Selbstkolonisierung Frankreichs. Die Angst der Aufklärer vor der französischen Barbarei
Moritz Baumstark
„Barbarians who inhabit the Banks of the Thames“ – Englandbilder schottischer Aufklärer zwischen Überlegenheits-anspruch und Untergangsvision
Sektion III: Orient-Okzident-Diskurse in der Frühen Neuzeit. Probleme und Chancen eines transkulturellen historischen Vergleichs
Erich Pelzer
Einführung
Charlotte Colding Smith
Turcica in North and Central European Libraries and Kunstkammers
Hiram Kümper
„Ein Wucherer als ein Osman“: Okzidentale Wirtschaftsethik und der Blick auf den Orient
Sektion IV: Europäisches Amerika - Außereuropäisches Russland? Die völkerrechtliche Anerkennung der USA und Russlands Status als europäische Großmacht im 18. Jahrhundert
Simon Karstens, Helga Schnabel-Schüle
Einführung
Michael Hochgeschwender
Die völkerrechtliche Anerkennung der USA im späten 18. Jahrhundert
Henner Kropp
Russland: Eine Großmacht auf drei Kontinenten und ihre Anerkennung als politischer Akteur in Europa im 18. Jahrhundert
Sektion V: Entdecker, Eroberer, Diplomaten und Sklaven: Hegemoniale und fragile Männlichkeiten an den Grenzen des frühneuzeitlichen Europa
Claudia Opitz-Belakhal
Einführung
Claudia Opitz-Belakhal
Carsten Niebuhrs „Reise nach Arabien“ (1761–1767) und die Männlichkeit des Orient-Forschers
Anna Becker
„La traduzion del Indio“. Die Comentarios reales des Inka Garcilaso de la Vega zwischen europäischer Wissenstradition und peruanischer Selbstbehauptung
Sektion VI: Wissen und europäische Expansion. Das epistemische Setting global agierender Institutionen in der Frühen Neuzeit
Jorun Poettering
„Bodenständiger Realismus“ als Erfolgskonzept kolonialer Herrschaft? Staat und Wissen über Naturressourcen im portugiesischen Amerika
Sektion VII: Languages of Communication: Southeast and East Asian Rulers in Treaties and Epistolary Communications (c. 1500-1750)
Peter Borschberg
Lost in Translation? The Languages of Euro-Southeast Asian Diplomacy in the Sixteenth and Early Seventeenth Centuries
VIII Abschlusskommentar
Hillard von Thiessen
Geschichte der Außenbeziehungen / Neue Diplomatiegeschichte
Anhang
Tagungsprogramm des Heidelberger Frühneuzeittages 2015
Über die Herausgeber und Autoren