Archiv

2022

Komplexe Verbindungen: Interdisziplinäre Lehr-Lern-Konzepte in der Lehrerbildung auf dem Prüfstand
Nr. 8 (2022)

Nicht zuletzt durch die „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ (QLB) hat die hochschulbasierte Ausbildung zukünftiger Lehrkräfte in der jüngeren Vergangenheit sowohl in den Bildungswissenschaften als auch in den Fachdidaktiken einen Professionalisierungs- und Forschungsschub erfahren. In den Fachwissenschaften hingegen ist Lehrerbildung oftmals kein genuiner Bezugspunkt forschungsbasierter Aktivitäten.

Im Lichte dieses ernüchternden Befundes zielt das heiEducation-Journal in seiner achten Ausgabe darauf ab, dem Diskurs über eine produktive Verschränkung von Fachwissenschaften und Fachdidaktiken neue Impulse zu geben. Im Fokus der Betrachtung stehen interdisziplinäre Lehr-Lern-Konzepte in der hochschulbasierten Lehrerbildung. Die Beiträge nähern sich dem Untersuchungsgegenstand aus unterschiedlichen Perspektiven und lassen sich thematisch in die Sektionen „MINT-Kooperationen“, „Digital gestützte Interdisziplinarität“ sowie „Geistes- und sozialwissenschaftliche Verknüpfungen“ untergliedern.

Jenseits der Schwerpunktsetzung versammelt die aktuelle Ausgabe unter der bereits in Heft 7 eingeführten Rubrik „Forum“ vier ergänzende Aufsätze. Diese widmen sich inklusiven Unterrichtsplanungen, der Professionalisierung von Lehramtsstudierenden vor dem Hintergrund von Migrationsprozessen, Schülerexperimentierstationen im Unterrichtsfach Physik und multiperspektivischen Expertenworkshops.

2021

Schule als Ort von Normativität. Zur Vermittlung von Kompetenzen gelingender Lebensführung
Nr. 7 (2021)

In seiner erneut als Themenheft konzipierten siebten Ausgabe widmet sich das heiEDUCATION Journal dem Konnex von Schule und Normativität. Aus disziplinär heterogener Perspektive werden normative Erwartungen in den Blick genommen, mit denen sich Schulen im Kontext eines weiter gefassten Bildungsauftrags und der fortschreitenden Transformation zu Lern- und Lebensorten konfrontiert sehen. Das erkenntnisleitende Interesse der an der Schnittstelle von Fachwissenschaft und Fachdidaktik situierten Überlegungen gilt der Eignung solcher Erwartungen für die Entwicklung von Kompetenzen für eine gelingende Lebensführung, der Einbettung in bildungspolitische Diskurse und der Frage, inwiefern normativen Bildungsansprüchen eine problematische Qualität zuzuschreiben ist. Gemäß den von den Autor:innen jeweils adressierten Ausprägungen von Normativität im Bildungssektor untergliedern sich die Beiträge in drei Themenfelder:

1) eigenverantwortliches Verhalten (Gesundheitserziehung)

2) bewusste Konsumentscheidungen (Bildung für nachhaltige Entwicklung)

3) soziale Verantwortung und gesellschaftliches Engagement auf Schüler:innen-Seite in Verbindung mit Rollenanforderungen an das Lehrpersonal (politische Bildung im Spannungsfeld zwischen Selbstpositionierung und Neutralitätsgebot).

In der Gesamtschau legen die Texte die Einsicht nahe, dass die konfliktträchtige Verhandlung der Trias von politischer Aktivierung, Nachhaltigkeit und Gesundheitsvorsorge Schulen vor beträchtliche Herausforderungen stellt, denen auch die Lehrkräftebildung Rechnung zu tragen hat.

Im Zuge einer editorische Neuausrichtung wartet Heft 7 des heiEDUCATION Journals erstmals mit der Rubrik „Forum“ auf, die Initiativeinreichungen jenseits des Themenschwerpunkts Raum gibt.

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