Zitationsvorschlag

Lichy, Kolja: Die Ökonomie der Ungewissheit. Der alchemistische „entrepreneur“ Louis de Hatzel, in Cremer, Annette C. und Jendorff, Alexander (Hrsg.): Decorum und Mammon im Widerstreit? Adeliges Wirtschaftshandeln zwischen Standesprofilen, Profitstreben und ökonomischer Notwendigkeit, Heidelberg: Heidelberg University Publishing, 2022 (Höfische Kultur interdisziplinär (HKI): Schriften und Materialien des Rudolstädter Arbeitskreises zur Residenzkultur, Band 4), S. 153–181. https://doi.org/10.17885/heiup.818.c13112

Identifier (Buch)

ISBN 978-3-96822-068-0 (PDF)
ISBN 978-3-96822-069-7 (Hardcover)

Veröffentlicht

10.02.2022

Autor/innen

Kolja Lichy

Die Ökonomie der Ungewissheit. Der alchemistische „entrepreneur“ Louis de Hatzel

Abstract Der »Unternehmer« ist eine ebenso prominente wie umstrittene Kategorie wirtschaftsgeschichtlicher Forschung. Ausgehend von zeitgenössischen Definitionen des 18. Jahrhunderts, insbesondere Richard Cantillons, und in Anschluss an die Überlegungen von Frank H. Knight zu »risk« and »uncertainty« reflektiert der Beitrag den Unternehmerbegriff am Fall des elsässischen Kleinadligen Louis de Hatzel. Als Alchemisten-Unternehmer unterhielt er unter anderem intensivere Geschäftsbeziehungen zu Pfalzgraf Christian III. von Zweibrücken-Birkenfeld und Landgraf Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt. Das Unternehmertum Hatzels ergab sich aus einer biographischen Zwangslage. Es war somit kein Ziel an sich, sondern wurde von ihm im Rahmen seiner adligen Selbstwahrnehmung als Brücke zu einer ständisch akzeptablen Karriere verstanden.

Keywords entrepreneur, Risiko, Unsicherheit, Alchemie, Glasherstellung, Richard Cantillon, Louis de Hatzel, Frank H. Knight, Stanisław Leszczyński, August II. von Polen-Sachsen, Christian III. von Zweibrücken-Birkenfeld, Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt