Zitationsvorschlag

Quast, Bruno: Unbestimmtheit: Über rhetorische Evidenzproduktion im Marienleben des apokryphen ‚Pseudo-Matthäusevangeliums‘ (PsMt I-XII), in Bubert, Marcel und Doering, Pia Claudia (Hrsg.): Fake News im Mittelalter? Zur kulturellen Aushandlung von Falschheit in politischen, religiösen und literarischen Diskursen, Heidelberg: Heidelberg University Publishing, 2026 (Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung. Beihefte, Band 22), S. 83–94. https://doi.org/10.17885/heiup.1552.c24222

Identifier (Buch)

ISBN 978-3-96822-204-2 (PDF)
ISBN 978-3-96822-205-9 (Hardcover)

Veröffentlicht

12.03.2026

Autor/innen

Bruno Quast

Unbestimmtheit

Über rhetorische Evidenzproduktion im Marienleben des apokryphen ‚Pseudo-Matthäusevangeliums‘ (PsMt I-XII)

Das apokryphe ‚Pseudo-Matthäusevangelium‘ aus dem 7. Jh., das im Mittelalter weithin be­kannt war, schildert die Jugendjahre der Jungfrau Maria. Die Erzählung von Maria beleuchtet insbesondere das Verhältnis von Evidenz und Rhetorik. Rede unter Evidenz­bedingungen, das meint Rede, in der sich das Göttliche offenbart, bedarf des Handwerks der Rhetorik nicht. Un­ter Bedingungen von Unbestimmtheit kommt es aber ent­scheidend auf Rhetorik an, Gewissheit und Zustimmung zur Wahrheit herzustellen. Am Beispiel von fünf bekann­ten Episoden aus dem Marienleben soll dieser Zusammen­hang vor Augen geführt werden.

Schlagwörter Unbestimmtheit; Evidenz; Rhetorik