Zitationsvorschlag
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Veröffentlicht
Karl Kraus und seine späte „Sprachlehre“
Zur Edition und Vermittlung sprachkritischer Texte aus dem Kraus-Nachlass
Abstract Die beim Böhlau-Verlag erschienene Publikation widmet sich sprachkritischen Texten, die der österreichische Satiriker Karl Kraus in den 1930er Jahren für seine Fackel-Rubrik „Zur Sprachlehre“ verfasst, aber nie veröffentlicht hat. Die bislang nicht ausgewerteten Dokumente sind vor allem deshalb von Bedeutung, weil sie im Kontext eines 1934 in der Fackel erwähnten Plans zur Bekämpfung des Nationalsozialismus stehen und für Kraus’ Sprachverständnis zentral sind. Die selbst der Forschung bislang unbekannten Dokumente werden im Karl-Kraus-Archiv der Wienbibliothek im Rathaus aufbewahrt und konnten bislang auch nur dort eingesehen werden, nun liegen sie erstmals ediert vor. Die im Rahmen eines Dissertationsprojektes entstandene Publikation ist in drei Teile gegliedert: Teil I führt in die umfangreiche Nachlassgeschichte ein, gibt die Entstehungsgeschichte wieder und fasst die Kraus’sche Sprachkritik zusammen; der anschließenden synoptischen Faksimile-Edition (Teil II) folgen umfangreiche interpretatorische Kommentare (Teil III), die Kraus’ Kritik am zeitgenössischen Sprachgebrauch anhand der edierten Texte reflektieren. Durch die kontextualisierenden Einführungen in Nachlass, Arbeitsweise und Sprachkritik Karl Kraus’ sowie die anschließende Verknüpfung von Edition und essayistischen Erläuterungen zählt die Arbeit zu den Forschungsbeiträgen, die Edition und Interpretation vereinen.
Keywords 20th-century literature/First Austrian Republic; historical-critical facsimile edition; German Studies/Literary Studies; language criticism; Karl Kraus

