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Veröffentlicht
Caesarius von Heisterbach und seine „Acht Wunderbücher“
Textvarianz und Überlieferungsdynamik
Abstract Der Zisterzienser Caesarius von Heisterbach (ca. 1180–1240) gehört zu den bekanntesten Autoren geistlich-didaktischen Schrifttums im Mittelalter. Der reichhaltige Erzählfundus seiner Werke macht sie zu bemerkenswerten Quellen für die Sozial-, Mentalitäts- und Frömmigskeitsgeschichte des 13. Jahrhunderts; die Überlieferung erlebte jedoch erst im 15. Jahrhundert ihren Höhepunkt. Ein vereinendes Element von Caesarius’ Texten sind kurze Wundergeschichten, die durch lebensnahe und einprägsame Beispiele moralische Aussagen übermitteln und Handlungsimpulse an die Rezipierenden geben sollen. Seine „Acht Wunderbücher“ (Libri VIII miraculorum) haben trotz ihres narrativen Reichtums und zweier kritischer Ausgaben zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der einschlägigen Forschung bisher weniger Beachtung als seine anderen Werke gefunden, unter denen das prominenteste sicher der Dialogus miraculorum ist. Ein Grund dafür ist die herausfordernde Überlieferungslage: Von den ursprünglich von Caesarius geplanten acht Büchern ist nur ein Teil vollständig erhalten (Buch 1–2); die aus dem 14. und 15. Jahrhundert stammenden Überlieferungsträger bieten zudem unterschiedliche Fassungen der Geschichten. Diese Textdynamik wird in der Neu-Edition nutzungsfreundlich abgebildet und um eine umfangreiche Auswertung, eine deutsche Übersetzung und einen ausführlichen Sachkommentar ergänzt. Die Edition wird bei Heidelberg University Publishing im Open Access und hybrid publiziert.
Keywords 13th century; hybrid edition; Medieval Studies; collection of examples; Caesarius von Heisterbach

