Zitationsvorschlag
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Identifier (Buch)
Veröffentlicht
Transkription, Edition und digitale Präsentation in den Projekten Corpus Masoreticum und Bibelglossare
Abstract Die in den verschiedenen Philologien entwickelten Editionswissenschaften, die mit Karl Lachmann (1793–1851) eine erste grundlegende Systematisierung erhielten (Sahle 2013, 23–37; Kristeller 1981), basierten auf einer implizit gesetzten Prämisse, die vor allem die Literaturen des Westens durchgehend auszeichnete: Es handelte sich oftmals um Autorenliteratur, deren ursprüngliche Fassungen (‚Urtexte‘) man zu rekonstruieren suchte. Bei den hebräisch-aramäischen Literaturen liegen allerdings häufig Traditions- bzw. Kompilationsliteraturen vor. Dadurch können sich unterschiedliche und jeweils distinkte Makroformen von ein und demselben ‚Text‘ ergeben. Dieses Spezifikum antiker und mittelalterlicher hebräisch-aramäischer Texte gilt es bei einer Edition zu berücksichtigen. An der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg laufen derzeit zwei Langzeitprojekte. In beiden Fällen geht es um Textkulturen, die aus dem westeuropäischen Mittelalter (Ashkenas) zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert stammen.
Keywords Middle Ages; digital edition; Jewish Studies/Romance Studies; medieval biblical text research and interpretive literature; historical Lexicography

