Zitationsvorschlag

Dörr, Stephen, Liedtke, Clemens und Liss, Hanna: Transkription, Edition und digitale Präsentation in den Projekten Corpus Masoreticum und Bibelglossare, in Langkabel, Isabel et al. (Hrsg.): Editionswissenschaft – Textkritik – Digital Humanities: 25 Heidelberger Editionsprojekte, Heidelberg: Heidelberg University Publishing, 2026 (Kulturelles Erbe: Materialität – Text – Edition (KEMTE), Band 7), S. 55–63. https://doi.org/10.17885/heiup.1634.c23585

Identifier (Buch)

ISBN 978-3-96822-338-4 (PDF)
ISBN 978-3-96822-339-1 (Hardcover)

Veröffentlicht

02.04.2026

Autor/innen

Stephen Dörr, Clemens Liedtke, Hanna Liss

Transkription, Edition und digitale Präsentation in den Projekten Corpus Masoreticum und Bibelglossare

Abstract Die in den verschiedenen Philologien entwickelten Editionswissenschaften, die mit Karl Lachmann (1793–1851) eine erste grundlegende Systematisierung erhielten (Sahle 2013, 23–37; Kristeller 1981), basierten auf einer implizit gesetzten Prämisse, die vor allem die Literaturen des Westens durchgehend auszeichnete: Es handelte sich oftmals um Autorenliteratur, deren ursprüngliche Fassungen (‚Urtexte‘) man zu rekonstruieren suchte. Bei den hebräisch-aramäischen Literaturen liegen allerdings häufig Traditions- bzw. Kompilationsliteraturen vor. Dadurch können sich unterschiedliche und jeweils distinkte Makroformen von ein und demselben ‚Text‘ ergeben. Dieses Spezifikum antiker und mittelalterlicher hebräisch-aramäischer Texte gilt es bei einer Edition zu berücksichtigen. An der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg laufen derzeit zwei Langzeitprojekte. In beiden Fällen geht es um Textkulturen, die aus dem westeuropäischen Mittelalter (Ashkenas) zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert stammen.

Keywords Middle Ages; digital edition; Jewish Studies/Romance Studies; medieval biblical text research and interpretive literature; historical Lexicography