Bd. 28 Nr. 1 (2023): Die ‚Sieben weisen Meister‘ als globale Erzähltradition/The ‘Seven Sages of Rome’ as a Global Narrative Tradition
Das Themenheft stellt einen der am weitesten verbreiteten Erzählstoffe der Vormoderne in den Mittelpunkt: die ‚Seven Sages of Rome‘ oder ‚Sieben weisen Meister‘. Aus der Zeit vom 11. bis zum 19. Jahrhundert lassen sich im vormodernen Asien, Europa und Nahen Osten Versionen in 30 Sprachen nachweisen, die seine große Bekanntheit belegen. Doch dies ist in der Mediävistik wenig bekannt und wird kaum thematisiert. Die Herausgeberinnen vertreten die Auffassung, dass der Stoff in herausragender Weise geeignet ist, um aktuelle und interdisziplinär relevante Ansätze der Mediävistik und Frühneuzeitforschung aufzugreifen und zusammenzuführen. Dazu zählen Aspekte der Überlieferung, der globalen Literaturgeschichtsschreibung und der Intersektionalitätsforschung.
Hinweis: Bitte nutzen Sie zum Zitieren die aktuelle Version des jeweiligen Aufsatzes, da im Falle einer Aktualisierung nur auf Artikelebene eine neue Version erzeugt werden kann, nicht aber bei der Komplettausgabe des Heftes.
-
Titelei
-
Inhaltsverzeichnis
IV-VI
Einleitung
-
Die Einleitung ‚Sieben weisen Meister‘ als globale Erzähltradition
1-11
Artikel
-
Mapping a Global Narrative Cycle ‘Marques de Rome’, the First French Continuation of the Prose ‘Roman des Sept Sages’, and the Gendered Structure of Serial Writing
12-31 -
A ‘Wyfis Sawe’ Antifeminism, Jurisprudence, and Critical Reading in the Older Scots ‘The Buke of the Sevyne Sagis’
32-48 -
One against Seven Variations on the Misogynistic Nature of ‘The Seven Sages’ in Different Arabic Manuscript Copies (17th–18th Centuries)
49-66 -
Heiligung und Hinrichtung Ein Vergleich der Konstruktionen von Geschlecht in Katharinenlegenden und Erzählzyklen von den ‚Sieben weisen Meistern‘
67-83 -
Coming of (S)Age Religious Knowledge, Wisdom, and Gender in the Hebrew Tradition ‘Mishle Sendebar’
84-100 -
The Motif of Wisdom in the Byzantine ‘Book of Syntipas the Philosopher’
101-117 -
„Dat si over minen soen gheen macht en hebbe“ Gattung und multimodale Semiotik der ‚Septem sapientum Romae‘ am Beispiel der niederländischen Tradition
118-136 -
Every Narrator Is Biased The Polyphonic Poetics of ‘The Seven Sages of Rome’ in a German Version
137-154 -
Language of Speaking, Arguing, and Persuading Cultural Exchange and Adaptation in Greek and Syriac Versions of the ‘History of Sindban/Syntipas’
155-171 -
Ẓahīrī of Samarqand’s ‘Sindbādnāma’ A Mirror for Princes
172-188 -
The ‘Seven Sages’ in Comparative Folk Narrative Research
189-204
Rezensionen
-
Christa Bertelsmeier-Kierst: Thüring von Ringoltingen: ‚Melusine‘
207-208 -
Jutta Eming u. Kathryn Starkey (Hgg.): Things and Thingness in European Literature and Visual Art
209-210 -
Richard Engl, Jan Keupp, Markus Krumm u. Romedio Schmitz-Esser (Hgg.): StauferDinge
211-212 -
Udo Friedrich: Die Rhetorik der Gewohnheit
213-214 -
Ann-Katrin Gässlein u. Gregor Emmenegger (Hgg.): Wiborada von St. Gallen
215-216 -
Franziska Groß: Verheißung und Verderben
217-218 -
Lukas G. Grzybowski: The Christianization of Scandinavia in the Viking Era
219-220 -
Alfred Hiatt: Dislocations
221-222 -
Sandra Hofert: Didaxe und Natur
223-224 -
Christian Kiening u. Hannes Koller: Narrative Mikroökonomien der frühen Neuzeit
225-226 -
Norbert Kössinger: Schriftrollen
227-228 -
Hanna Liss: Jüdische Bibelauslegung
229-230 -
James Morton: Byzantine Religious Law in Medieval Italy
231-233 -
Jan Alexander van Nahl: Kontingenz und Zufall in den altisländischen Königssagas
233-234 -
Christian Peters (Hg.): Basinio da Parma: Hesperis
235-236 -
Mirjam Reitmayer: Entführung und Gefangenschaft
237-238 -
Will Rogers u. Christopher M. Roman (Hgg.): Medieval Futurity
239-240 -
Andreas Rutz (Hg.): Die Stadt und die Anderen
241-242 -
Marion Saxer: Quintendiskurse
243-244 -
Michael Schilling: Sprechen und Erzählen in deutscher und lateinischer Tierdichtung
245-246 -
Andreas Speer u. Robert Maximilian Schneider (Hgg.): Curiositas
247-248 -
Katja Weidner: Navigatio sancti Brendani
249-250 -
Franziska Wenzel (Hg.): Jenseits der Dichotomie von Text und Bild
251-252 -
Gemma Wheeler: Gaimar’s Estoire des Engleis
253-254
Nachruf
-
Nachruf. Zum Tod von Prof. Dr. Jörg Jarnut (1942–2023)
255-257
