Bd. 31 Nr. 1 (2026): Mittelalterentwürfe in moderner Fantasy

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Burgen, Schwerter, Drachen, Mystik und Magie: Die Fantasy lebt von der Kraft mittelalterlicher Bilder. Aber sie erzählt in ihren verschiedenen Medien nicht einfach das historische Mittelalter nach, sondern erschafft ihre eigene – mediävalisierte – Form davon. Die Beiträge in diesem Heft bieten Einblicke, wie durch das Zusammenwirken von Nachahmung und Neuschöpfung Sekundärwelten entstehen, wie sie funktionieren und welche Bezüge sie zur Gegenwart aufzeigen. Dadurch wird deutlich, dass dieses populäre Mittelalter mehr ist als bloße Kulisse: Es erweist sich als Imaginationsraum, in dem Fragen von Macht, Identität, Geschlecht, Rassismus und Kolonialismus verhandelt werden. 

Veröffentlicht: 2026-06-25
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Grundlagen und Perspektiven

Motive und Semiotiken des Neomediävalen

Stofftraditionen und Mittelalterbilder in der Fantasy

  • Afro-arthurische Weltentwürfe Tracy Deonns ‚Legendborn‘-Reihe als Ausgangspunkt für rassismuskritische Lektüren höfischer Literatur

    Julika Moos
    79-100
  • Gott will es! Zu Rezeption und Mythisierung der Kreuzzüge als gerechte Kriege in Fantasyromanen am Beispiel der ‚Elfenritter‘-Trilogie Bernhard Hennens

    Isabella Managò
    101-121

Audiovisuelle Ästhetiken des Mittelalterlichen

Inszenierung, Konstruktion, Rezeption. Neomediävale Spielräume

Rezensionen