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2021

Mediävistik 2021. Positionen, Strategien, Visionen
Bd. 26 Nr. 1 (2021)

Der Mediävistenverband nimmt den digitalen Wandel seiner Zeitschrift zum Anlass, nach dem Stand der Mediävistik im Jahr 2021 zu fragen und programmatisch Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Fächerübergreifend beschäftigen sich Präsidium und wissenschaftlicher Beirat mit zentralen wissenschaftlichen, hochschulpolitischen und gesellschaftlichen Themen. In sechs Strategiepapieren wird über die Relevanz der Mediävistik, die Problematik des Mittelalterbegriffs, das Dilemma junger Forschender, die Herausforderungen der Wissenschaftskommunikation, die Methoden digitaler Mediävistik und die Vor- und Nachteile der Verbundforschung diskutiert. Ergänzt werden diese interdisziplinären Beiträge durch fachspezifische Stellungnahmen, die das gesamte Spektrum der Mediävistik – von Anglistik und Archäologie bis Skandinavistik und Theologie – umfassen und auch das Verhältnis zur Schule berücksichtigen. Mit einem Fokus auf digitalen Neuerscheinungen wird die Open-Access-Strategie des Verbands auch im Rezensionsteil konsequent umgesetzt.

Kinderlosigkeit im Mittelalter
Bd. 26 Nr. 2 (2021)

Kinderlosigkeit wird im Mittelalter in zahllosen Quellen als Problem thematisiert, das mit medizinischen, religiösen und sozialen Strategien bewältigt werden soll. Die gesellschaftlichen Folgen von Unfruchtbarkeit konnten besonders für Frauen gravierend sein, doch gab es auch Menschen, die sich bewusst für ein Leben ohne leiblichen Nachwuchs entschieden. Das Heft rückt vom Allgemeinplatz alles beherrschender Normen von Heirat und Nachkommenerzeugung ab und setzt das vermeintliche Randthema der Kinderlosigkeit in den Fokus mediävistischer Forschung. Es belegt in acht interdisziplinären Detailstudien die Komplexität, Diversität und Pluralität historischer Gender-, Körper- und Familienkonzepte.