Macht die didaktische Anwendung sozialer Medien unsere Schulkinder schlauer? Ein Tandeminterview

  • Verena Gonsch (Autor/in)
  • Cord Santelmann (Autor/in)

Abstract

In Zukunft kommt niemand – auch die Schule nicht – an Social Networking Sites (SNS) vorbei. Und doch: Als die damalige Bildungsministerin Johanna Wanka im Oktober 2016 die Entscheidung der Bundesregierung verkündete, den deutschen Schulen fünf Milliarden Euro zur Verbesserung ihrer Digitalausstattung zur Verfügung zu stellen, lehnten mehrere Lehrerverbände das Angebot ab: man solle mit dem Geld lieber die bestehende Infrastruktur renovieren. Die Diskussion über die Einführung neuer Technologien in der Schule spaltet das Land noch immer. Warum eigentlich? In diesem Tandeminterview eröffnen wir ein Forum für den Austausch von Meinungen über die Grenzen der Fächer und Institutionen hinweg und befragen zwei Expert*innen, die sich mit der Thematik des Einsatzes von SNS in Schulen beschäftigen. Verena Gonsch sieht in der radikalen Kritik an SNS in der Schule eine unbegründete, aber traditionsgeprägte Angst, die Kontrolle über den Unterricht (und das Leben der Jugendlichen) zu verlieren. Cord Santelmann warnt vor dem Risiko, dass die sozialen Netzwerke die menschliche Beziehung zur Bildung beeinträchtigen und damit die fachliche Leistung der Schulen und die soziale Entwicklung von Schüler*innen gefährden könnten.

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Veröffentlicht
2020-06-24
Sprache
Deutsch
Schlagworte
soziale Netzwerke; negativer und positiver Einfluss der sozialen Medien; Ablenkung; Angstabbau; Risiken