Mobilität und Dynamik im Zellkern

Christoph Cremer

Abstract


Vor rund 180 Jahren wurde der Zellkern entdeckt als eine abgegrenzte Einheit innerhalb der Zellen, aus denen alle Organismen dieser Erde aufgebaut sind. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde postuliert, dass der Kern der Sitz der die Lebensvorgänge steuernden Erbinformation ist; vor rund 70 Jahren schließlich entschlüsselten James D. Watson und Francis Crick das Geheimnis der DNA-Doppelhelix. Viele Jahrzehnte hindurch erschien die im Zellkern lokalisierte DNA als ein „inertes Speichermedium“, einem linearen - von seltenen Mutationen abgesehen - unveränderlichen Programmcode entsprechend. Dieses Bild hat sich in den letzten Jahrzehnten gründlich gewandelt. Heute wird immer deutlicher, dass es sich bei dem Zellkerngenom um eine ungeheuer komplexe und hoch dynamische Organisation handelt, dessen raum-zeitliche Struktur von fundamentaler Bedeutung für die vielfältigen Aufgaben der Genregulation ist.

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DOI: http://dx.doi.org/10.17885/heiup.hdjbo.2018.0.23823

URN (PDF): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-heiup-hdjbo-238235

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ISSN-Internet: 2509-2464