Die Gletscher im Himalaya: Veränderungen, Konsequenzen und Probleme

Marcus Nüsser

Abstract


Die Bedeutung der Gebirgsgletscher als hydrologische Speicher zur Sicherung des Wasserangebots in den angrenzenden Tiefländern rechtfertigt die Einordnung von Hochgebirgen als globale Wassertürme (Viviroli et al. 2007). Damit wird der Eisrückgang in diesen sensitiven Räumen implizit als Bedrohung für zukünftige sozioökonomische Entwicklungsmöglichkeiten angesehen. Dieser Zusammenhang gilt insbesondere für die Region des Himalaya, die durch wachsende Bevölkerungszahlen in den dicht besiedelten Gebirgsvorländern und Schwemmebenen von Indien, Pakistan, Nepal und Bangladesch gekennzeichnet ist. Schon der aus dem Sanskrit stammende Name Himalaya, der sich als Wohnsitz (ālaya) des Schnees (hima) übersetzen lässt, stellt die Speicherfunktion der Kryosphäre für die Sicherstellung eines beständigen Abflusses heraus. Die Konnektivität zwischen den Ressourcen gefrorenen Wassers in Form von Eis, Schnee und Permafrost in den vergletscherten Einzugsgebieten und dem steigenden Wasserbedarf im Tiefland lässt die Metapher des südasiatischen Wasserturms für den Himalaya-Bogen angemessen erscheinen.


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DOI: http://dx.doi.org/10.17885/heiup.studg.2018.0.23663

URN (PDF): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-heiup-studg-236630

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