Cover of the book "When a God Moves the City"

Zitationsvorschlag

Bajracharya, Manik et al. (Hrsg.): When a God Moves the City: Placemaking in the Buṅgadyaḥ Procession of Nepal, Heidelberg: Heidelberg University Publishing, 2026 (Documenta Nepalica: Book Series, Band 9). https://doi.org/10.17885/heiup.1724

Identifier

ISBN 978-3-96822-334-6 (PDF)
ISBN 978-3-96822-335-3 (Hardcover)

Veröffentlicht

10.09.2026

Autor/innen

Manik Bajracharya (Hrsg.), Christiane Brosius (Hrsg.), Simon Cubelic (Hrsg.), Rajan Khatiwoda (Hrsg.)

When a God Moves the City

Placemaking in the Buṅgadyaḥ Procession of Nepal

Jeden Frühling zieht die Gottheit Buṅgadyaḥ – Regenmacher, buddhistischer Heilsbringer, tantrischer Meister – auf einem turmhohen hölzernen Wagen durch Patan im Kathmandu-Tal und überführt dabei Straßen, Plätze und Kreuzungen in sakralen Raum. Dieser interdisziplinäre Band versammelt acht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Archäologie, Architektur, Kulturanthropologie, Indologie und Heritage Studies, die die vielfältigen Aspekte dieser Prozession vom frühen Mittelalter bis in die Gegenwart untersuchen: von den frühesten Inschriften bis zur Revitalisierung nach dem Erdbeben von 2015, von königlicher Patronage und der Widerstandskraft der Guthis bis zu Kastenpolitik und fotografischer Repräsentation. Auf der Grundlage einzigartiger Quellen – Epigrafik, Rechts- und Verwaltungsdokumente, Ethnographie, Architektur und materielle Kultur – zeigen die Beiträge, wie Ritual, urbaner Raum und die Vielzahl beteiligter Akteure in einem Fest zusammenwirken, in dem Identität, Autorität und Zugehörigkeit im heutigen Südasien fortwährend neu verhandelt werden.

Dr. Manik Bajracharya, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Projekts „Dokumente zur Religions- und Rechtsgeschichte des vormodernen Nepals“ an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Forschungsschwerpunkte: Sanskrit-buddhistische Traditionen, Chroniken, Epigraphik und Manuskriptkunde.

Prof. Dr. Christiane Brosius, Professorin für visuelle und Medienanthropologie, Heidelberg Centre for Transcultural Studies. Leiterin der Projekte „Nepal Heritage Documentation Project“ und „Heritage as Placemaking. The Politics of Solidarity and Erasure“. Forschungsschwerpunkte: Kunst und visuelle Kultur, Politik und Religion, Intergenerationalität, sowie städtischer Wandel in Südasien.

Prof. Simon Cubelic ist Professor für Moderne Indologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seine Forschung gilt der Rechtsgeschichte Südasiens, der dharmaśāstra-Literatur und der Geschichte Nepals, auf der Grundlage archivalischer, epigraphischer und literarischer Quellen sowie digitaler Methoden zur Edition und Analyse historischer Texte.

Dr. Rajan Khatiwoda, wissenschaftlicher Koordinator des Projekts „Nepal Heritage Documentation Project“, das gemeinsam vom Heidelberger Zentrum für Transkulturelle Studien und der Heidelberger Akademie der Wissenschaften durchgeführt wird. Er ist zudem Research Fellow am Oxford Centre for Hindu Studies. Forschungsschwerpunkte: Rechtsgeschichte und hinduistisches Recht (Dharmaśāstra), Śākta-Traditionen, Epigraphik, Manuskriptkunde sowie die historische Erforschung ritueller, rechtlicher und religiöser Institutionen.

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