Zitationsvorschlag

Bienert, Juliane: Verbindliche Sprechakte und Geschlechterrollen: Das Abschiedsversprechen im ‚Iwein‘ aus rechtsgeschichtlicher Perspektive, in Buchwitz, Wolfram und Burrichter, Brigitte (Hrsg.): Normen und Ideale, Heidelberg: Heidelberg University Publishing, 2026 (Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung. Beihefte, Band 24), S. 425–436. https://doi.org/10.17885/heiup.1570.c25411

Identifier (Buch)

ISBN 978-3-96822-324-7 (PDF)
ISBN 978-3-96822-325-4 (Hardcover)

Veröffentlicht

20.08.2026

Autor/innen

Juliane Bienert

Verbindliche Sprechakte und Geschlechterrollen

Das Abschiedsversprechen im ‚Iwein‘ aus rechtsgeschichtlicher Perspektive

Laudines Blankozusage und die da­mit verbundene Aushandlung der Aventiure-Bedingungen Iweins formen eine Schlüsselpassage in Hartmanns Ro­man, die in einschlägiger Forschung als Abschiedsverspre­chen bezeichnet wird. Über die ‚moderne‘ Kategorie der Verbindlichkeit soll gezeigt werden, dass in der (verbind­lichen) Kommunikation der Figuren zum einen höfische Normen verhandelt und zum anderen Geschlechterbilder aufgebrochen und bestätigt werden. Der Komplex der Ver­bindlichkeit wird dabei als erzählerisches Ordnungsprinzip gefasst, welches durch die enge Verknüpfung mit dem Mit­telalter vertrauten Normen, Werten bzw. Tugenden für die Untersuchung mittelalterlicher Erzähltexte geeignet ist. Der vorliegende Aufsatz stellt einen Ausschnitt aus mei­nem Dissertationsvorhaben zu verbindlichen Sprechakten und Geschlechterrollen in mittelalterlicher Erzählliteratur des 12. und 13. Jahrhunderts dar.

Schlagwörter Abschiedsversprechen; verbindliche Sprechakte; Mittelalter; Erzählliteratur; Geschlechterrollen