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Veröffentlicht
Verbindliche Sprechakte und Geschlechterrollen
Das Abschiedsversprechen im ‚Iwein‘ aus rechtsgeschichtlicher Perspektive
Laudines Blankozusage und die damit verbundene Aushandlung der Aventiure-Bedingungen Iweins formen eine Schlüsselpassage in Hartmanns Roman, die in einschlägiger Forschung als Abschiedsversprechen bezeichnet wird. Über die ‚moderne‘ Kategorie der Verbindlichkeit soll gezeigt werden, dass in der (verbindlichen) Kommunikation der Figuren zum einen höfische Normen verhandelt und zum anderen Geschlechterbilder aufgebrochen und bestätigt werden. Der Komplex der Verbindlichkeit wird dabei als erzählerisches Ordnungsprinzip gefasst, welches durch die enge Verknüpfung mit dem Mittelalter vertrauten Normen, Werten bzw. Tugenden für die Untersuchung mittelalterlicher Erzähltexte geeignet ist. Der vorliegende Aufsatz stellt einen Ausschnitt aus meinem Dissertationsvorhaben zu verbindlichen Sprechakten und Geschlechterrollen in mittelalterlicher Erzählliteratur des 12. und 13. Jahrhunderts dar.
Schlagwörter Abschiedsversprechen; verbindliche Sprechakte; Mittelalter; Erzählliteratur; Geschlechterrollen

