Zitationsvorschlag

Lenk, Stefanie: Das Kruzifix der ‚Häretiker‘: Bildinnovation und Innovationsangst in Lukas von Tuys ‚De altera vita‘ (c. 1235–1236), in Buchwitz, Wolfram und Burrichter, Brigitte (Hrsg.): Normen und Ideale, Heidelberg: Heidelberg University Publishing, 2026 (Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung. Beihefte, Band 24), S. 251–269. https://doi.org/10.17885/heiup.1570.c25400

Identifier (Buch)

ISBN 978-3-96822-324-7 (PDF)
ISBN 978-3-96822-325-4 (Hardcover)

Veröffentlicht

20.08.2026

Autor/innen

Stefanie Lenk

Das Kruzifix der ‚Häretiker‘

Bildinnovation und Innovationsangst in Lukas von Tuys ‚De altera vita‘ (c. 1235–1236)

Der Aufsatz analysiert die Position des iberischen Geistlichen Lukas von Tuy (gest. 1249) in seinem Werk ‚De altera vita‘ zu Kruzifix-Darstellungen, insbesondere seine Kritik an dreiarmigen Kreuzen und am Dreinageltypus. Wurde Lukas’ Bildverständnis bislang als erzkonservativ eingeschätzt, demonstriert der Aufsatz, dass sein Konservatismus als Mittel im Kampf gegen Hä­resien verstanden werden muss. Zunächst wird gezeigt, dass Lukas im Vergleich zu Zeitgenossen die Wirkung religiöser Bilder auf die Rechtgläubigkeit von Laien als sehr hoch einschätzte. Sein Plädoyer für eine konservative Bildsprache zielte auf den Erhalt kirchlicher Autorität ab. Anschließend argumentiert der Beitrag, dass Lukas einer von Franziskanern genutzten Bildinnovation positiv ge­genüberstand und ihr theologisches Gewicht beimaß.

Schlagwörter Lukas von Tuy; Häresie; Franziskaner; Bild und Religion; Kruzifix