Zitationsvorschlag
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Identifier (Buch)
Veröffentlicht
Lex orandi – lex credendi
Die regulatorische Funktion des Ritus im Mittelalter
Die mittelalterliche Liturgie zeigt sich als mehrschichtiger Komplex von Texten, Gesängen und dynamischen Zeichenhandlungen, die auf Normen beruhen und aufgrund ihrer intrinsischen Gesetzmäßigkeiten selbst Normen hervorrufen. Hierdurch werden soziale Glaubenspraktiken und ideale Wertvorstellungen stabilisiert und weiterentwickelt. Bei der Realisierung der Feierformen werden zudem dogmatische, rechtliche und ästhetische Prinzipien mit eigenen Gesetzmäßigkeiten integriert, aber auch Abhängigkeiten von äußeren Faktoren erzeugt. Daher war es wichtig, das Gefüge von Ideal und Norm in eine Balance zu bringen.
Schlagwörter liturgische Normen; religiöse Praktiken; Glaube; Kirchenrecht

