Zitationsvorschlag

Neuheuser, Hanns Peter: Lex orandi – lex credendi: Die regulatorische Funktion des Ritus im Mittelalter, in Buchwitz, Wolfram und Burrichter, Brigitte (Hrsg.): Normen und Ideale, Heidelberg: Heidelberg University Publishing, 2026 (Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung. Beihefte, Band 24), S. 101–117. https://doi.org/10.17885/heiup.1570.c25390

Identifier (Buch)

ISBN 978-3-96822-324-7 (PDF)
ISBN 978-3-96822-325-4 (Hardcover)

Veröffentlicht

20.08.2026

Autor/innen

Hanns Peter Neuheuser

Lex orandi – lex credendi

Die regulatorische Funktion des Ritus im Mittelalter

Die mittelalterliche Liturgie zeigt sich als mehrschichtiger Komplex von Texten, Gesängen und dynamischen Zeichenhandlungen, die auf Normen beruhen und aufgrund ihrer intrinsischen Gesetzmäßig­keiten selbst Normen hervorrufen. Hierdurch werden soziale Glaubenspraktiken und ideale Wertvorstellungen stabilisiert und weiterentwickelt. Bei der Realisierung der Feierformen werden zudem dogmatische, rechtliche und ästhetische Prinzipien mit eigenen Gesetzmäßigkeiten in­tegriert, aber auch Abhängigkeiten von äußeren Faktoren erzeugt. Daher war es wichtig, das Gefüge von Ideal und Norm in eine Balance zu bringen.

Schlagwörter liturgische Normen; religiöse Praktiken; Glaube; Kirchenrecht