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Orthodoxie und die Position der Franken im Rahmen des byzantinischen Bilderstreits
Die vorliegende Studie untersucht die Rolle der Karolinger im byzantinischen Bilderstreit, einer der bedeutendsten religiösen Auseinandersetzungen des Mittelalters, sowie deren Konzeption von Orthodoxie. Sie zeigt auf, dass den Franken während der Synode von Gentilly 767 und im Rahmen des Wiederauflebens der Bilderverehrung in Byzanz um 824 eine Vermittlerrolle zwischen Rom und Byzanz zukam. Die Untersuchung diskutiert außerdem, inwiefern die fränkische Ablehnung der byzantinischen Beschlüsse von Nikaia 787 nicht auf Missverständnisse, sondern vordergründig auf politische Ursachen zurückging – eine Entscheidung, die von den Franken aufgrund ihres ausgereiften Verständnisses der Bilderfrage auch theologisch fundiert unterfüttert werden konnte. Die Studie unterstreicht gleichzeitig, dass dem um den Bilderstreit entstandenen Konflikt das gemeinsame Streben nach Glaubenskonsens weiterhin inhärent blieb und die Auseinandersetzungen innerhalb einer gemeinsamen Glaubensgemeinschaft stattfanden, ein Schisma folglich noch nicht stattgefunden hatte.
Schlagwörter Byzanz; Franken; Ikonoklasmus; ‚Opus Caroli‘; Orthodoxie

