Cover "Normen und Ideale". Das Mittelalter Beihefte Nr. 24

Zitationsvorschlag

Buchwitz, Wolfram und Burrichter, Brigitte (Hrsg.): Normen und Ideale, Heidelberg: Heidelberg University Publishing, 2026 (Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung. Beihefte, Band 24). https://doi.org/10.17885/heiup.1570

Identifier

ISBN 978-3-96822-324-7 (PDF)
ISBN 978-3-96822-325-4 (Hardcover)

Veröffentlicht

20.08.2026

Autor/innen

Wolfram Buchwitz (Hrsg.), Brigitte Burrichter (Hrsg.)

Normen und Ideale

Jede Kultur verfügt über Regularien und Normensysteme, die das gesellschaftliche Zusammenleben strukturieren und ordnen. Diese Normen sind nicht nur in Gesetzen oder religiösen Geboten verankert, sondern durchziehen alle Ausdrucksformen der Kultur. Sie finden sich in religiösen und juristischen Texten ebenso wie in der Bildenden Kunst, der Literatur, der Philosophie oder der politischen Theorie. Für alle Bereiche des Lebens und der Kunst gilt, dass sich die Autoren an Wertmaßstäben orientieren. Damit werden ihre Texte und kulturellen Artefakte zu Zeugnissen gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse. Diesen Aushandlungsprozessen nähern sich die Beiträge des vorliegenden Bandes aus unterschiedlichen Perspektiven.

Prof. Dr. Wolfram Buchwitz, Professor für Bürgerliches Recht, Römisches Recht, Historische Rechtsvergleichung und Zivilprozessrecht an der Juristischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Forschungsschwerpunkte sind das klassische Römische Recht und verschiedene Gebiete des modernen Zivilrechts.

Prof. Dr. Brigitte Burrichter, Seniorprofessorin für französische Literatur an der Philosophischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Forschungsschwerpunkte sind die Literatur des Mittelalters und der Renaissance.

Kapitel

Inhaltsverzeichnis
Seiten
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Titelei
I-IV
Inhalt
V-IX
Wolfram Buchwitz, Brigitte Burrichter
1-8
Regelungskonzepte im kirchlichen Kontext
9
Anne Greule
Eine Allerheiligenpredigt Alains von Lille als Quelle für schulische Transformationsprozesse
25-42
Görge K. Hasselhoff
Normen in doppelter Brechung
43-51
Stephan Hecht
Das ‚Exercitatorio de la Vida Spiritual‘ des Benediktinerabtes García Jiménez de Cisneros als Weg klösterlicher Erneuerung
53-65
Hans Mendl
An Normverstößen lernen
67-83
Alberto Ferreiro
St. Vicent Ferrer’s Catalán Sermon on the Holy Innocents
85-99
Hanns Peter Neuheuser
Die regulatorische Funktion des Ritus im Mittelalter
101-117
Simone Wagner
Macht, Verhaltensnormen und Herrschaftspraktiken religiöser Amtsträger:innen
119-136
Pluralität der Rechte
137
Stephan Ernst
Ansätze bei Peter Abaelard und Wilhelm von Auxerre
139-157
Luca Pocher
Ein Vergleich zwischen römischer und langobardischer Tradition in Latium, Umbrien und der Toskana
159-169
Isabelle Mandrella
Zum mittelalterlichen Naturrecht
171-179
Claudia Wittig
Legitimität und Geltungsbereiche der Gewohnheitsrechte im Bretonischen Erbfolgekrieg (1341)
181-205
Künstlerisches Verständnis
225
Anja Grebe
Zum spätmittelalterlichen Kunstdiskurs in Deutschland am Beispiel von Albrecht Dürers ‚Unterweisung der Messung'
227-249
Stefanie Lenk
Bildinnovation und Innovationsangst in Lukas von Tuys ‚De altera vita‘ (c. 1235–1236)
251-269
Tatsachen und Wertvorstellungen
271
Jörn Müller
Das ergon-Argument von Aristoteles in der Lektüre von Albertus Magnus
273-289
Anna Hollenbach
Wissen, Normen, Ideale
291-307
Manuel Kamenzin
Vom Umgang mit besiegten Königen im späten Mittelalter anhand der Beispiele König Adolfs und Friedrichs des Schönen
309-321
Karina Kellermann
Die publizistische Agitation gegen den deutschen König Wenzel
323-342
Daniela Hahn
Zur narrativen Bewältigung der brenna als totalem Normbruch in der Sagaliteratur
343-357
Roland Scheel
Heroenzeitalter und Herrschertugenden in der Edda und den Königssagas
359-378
Normativität im Spiegel der Literatur
379
Heike Sahm
Zur Problematik des Gattungsbegriffs
381-393
Dorothea Klein
Der Beitrag der Sangspruchdichter
395-424
Juliane Bienert
Das Abschiedsversprechen im ‚Iwein‘ aus rechtsgeschichtlicher Perspektive
425-436
Friedrich Michael Dimpel
Der Tod von Herzog Morgan und die Fluidität von Wertmaßstäben in Gottfrieds ‚Tristan‘
437-453
Sandra Hofert
Die Geduld als Norm und ihre narrative Problematisierung in Hartmanns von Aue ‚Der arme Heinrich‘
455-472
Florian M. Schmid
Karl der Große in der ‚Kaiserchronik‘ und in Heinrichs von München ‚Weltchronik‘
473-495
Tina Terrahe
Warum es manchmal besser ist, Besiegte doch nicht zu töten
497-508
Nadine Jäger
Nuklei des Sexuell-Mehrdeutigen in Oswalds von Wolkenstein ‚Ain jetterin‘ (Kl 83)
509-528
Angelika Kemper
Eigengesetzlichkeit und Normativität im arthurischen Roman
529-543
Adrian Meyer
Zum betrügerischen Einsatz merkantiler Praktiken in frühneuzeitlichen Romanen
545-559
Thomas Jäger, Dorothea Laible
Interaktive Zugangswege zu narrativ vermitteltem religiösem Wissen
561-573
Friedrich Michael Dimpel
Ein mittelhochdeutsches Sentiment-Wörterbuch und Sentiment-Analysen zum ‚Tristan‘
575-594
Stefan Tomasek, Christian Reul, Franziska Schulte, Kiara Hart
HTR zur Erschließung der Überlieferung von Bruder Philipps ‚Marienleben‘
595-625
Der didaktische Zugang
627
Julian Happes
Ein intersektionaler didaktischer Blick auf spätmittelalterliche Pilgerberichte
645-662
Meike Hensel-Grobe
Geschichtskultur und historisches Lernen in der Lehrerbildung
663-677
Ortsregister
679-680
Personenregister
681-684

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