Zitationsvorschlag

Teichert, Volker und Rubik, Frieder: Nachhaltige Produktpolitik und nachhaltiger Konsum, in Meier, Thomas et al. (Hrsg.): Umwelt interdisziplinär: Grundlagen – Konzepte – Handlungsfelder, Heidelberg: Heidelberg University Publishing, 2026, S. 769–798. https://doi.org/10.17885/heiup.1378.c19355

Identifier (Buch)

ISBN 978-3-96822-273-8 (PDF)
ISBN 978-3-96822-274-5 (Hardcover)

Veröffentlicht

02.07.2026

Autor/innen

Volker Teichert , Frieder Rubik

Nachhaltige Produktpolitik und nachhaltiger Konsum

Um einerseits Impulse für eine Kreis­laufwirtschaft (Circular Economy) zu schaffen und zum anderen die Treibhausgasemissionen zu reduzieren, gilt es mehr denn je, bei der Herstellung von Produkten Rohstoffe einzusparen und vermehrt Sekundärrohstoffe einzusetzen. Das bis vor kurzem dominante Bild der globalen Arbeitstei­lung und der Optimierung der globalen Lieferketten wur­de zudem durch die Coronapandemie massiv erschüttert. Nehmen, herstellen, wegwerfen – dieses lineare Wirtschaf­ten gehört der Vergangenheit an. Anders als beim linearen Wirtschaften sollen bei der Circular Economy die Material­kreisläufe verlangsamt, Ressourcen im Kreislauf gehalten und Produkte wieder- und weiterverwendet werden. Die hier beschriebene Kreislaufwirtschaft zielt in erster Linie darauf ab, Rohstoffe effizienter einzusetzen, Produkte lang­lebiger und nutzungsintensiver zu machen sowie Abfälle und Emissionen zu vermeiden, also zu einem zirkulären Wirtschaften überzugehen. Dabei sind die Prozesse zur Er­fassung, Prüfung, Reinigung und Reparatur zu verbessern, die Vermarktung und Nachfrage nach Gebrauchtprodukten ist zu stärken sowie geeignete Rahmenbedingungen für die Stärkung von Wiederverwendung sind zu schaffen.

Schlüsselbegriffe Circular Economy; Ökobilanz; Abfallauf­kommen; Sekundärrohstoff; umweltverträgliche Produkt­gestaltung; Lebenswegbetrachtung