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Veröffentlicht
Literaturwissenschaften
Vor dem Hintergrund der sich zuspitzenden globalen Umweltkrisen erstarken neue Formen literarischer Repräsentationen, die das Verhältnis von Mensch und Umwelt neu verhandeln und damit kritische Blickpunkte auf destruktive Entwicklungen ermöglichen. Der Beitrag nimmt ausgehend von der Debatte um das → Anthropozän die diagnostischen und transformativen Potentiale literarischer Reaktionen auf die gegenwärtigen ökologischen und daraus resultierenden gesellschaftlichen Herausforderungen in den Blick. Beginnend bei der Darlegung übergreifender literaturtheoretischer und methodischer Zugänge des ökokritischen Forschungsfeldes (Ecocriticism) gibt der Beitrag exemplarisch Einblick in die Vielfalt poetischer und narrativer Formen sogenannter ökologischer Genres und deren Potentiale.
Da verschiedene kulturelle Traditionen und Umweltdiskurse unterschiedliche Entwicklungen und Schwerpunkte in den einzelnen Literaturwissenschaften begründen, werden in Einzelabschnitten Tendenzen ausgewählter verschiedensprachiger Fächer – der Germanistik, Anglistik / Amerikanistik, Romanistik ebenso wie der Russistik und Sinologie – vorgestellt.
Schlüsselbegriffe Ecocriticism; Environmental Humanities; Ecological Genres; Ecopoetry; Engaged Literature; Anthropocene Literature

