Zitationsvorschlag
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Umweltrechtswissenschaften
Der Beitrag stellt zunächst die Arbeitsweise der Rechtswissenschaft vor und geht sodann auf die Entwicklung des Umweltrechts ein. Dieses hat sich von einem anfänglich punktuellen und auf die einzelnen Umweltmedien bezogenen Ansatz zu einem die Umwelt insgesamt in den Blick nehmenden integrierten Umweltschutzrecht entwickelt. Internationale Vereinbarungen, unionsrechtliche Vorgaben und nationale Gesetze insbesondere in den Bereichen Klimaschutz, Bio→ diversität, Naturschutz, Luftreinhaltung, Lärmschutz, Abfallvermeidung (→ Nachhaltige Produktpolitik und nachhaltiger Konsum) sowie Aktivierung der Öffentlichkeit für Umweltbelange werden vorgestellt und das Verhältnis der Ebenen zueinander bestimmt. Zudem wird ein Überblick über die im Umweltrecht geltenden Prinzipien gegeben, unter anderem über das → Nachhaltigkeits-, das Verursacher-, das Vorsorge- und das Kooperationsprinzip sowie über den integrierten medienübergreifenden Umweltschutz. Die Prinzipien finden Umsetzung durch die umweltrechtlichen Instrumente, zum Beispiel direkte Verhaltensteuerung durch Ge- und Verbote, indirekte Verhaltenssteuerung durch Subventionen, umweltspezifische Fachplanung, Emissionszertifikatehandel oder Umweltaudits. Das Umweltrecht ist bei alledem auf naturwissenschaftliche Erkenntnisse angewiesen. Zur Beurteilung der Wirksamkeit seiner Steuerungsinstrumente bedarf es zudem wirtschafts-, politik-, sozial- und verhaltenswissenschaftlicher Forschung.
Schlüsselbegriffe Umweltrechtswissenschaft; Umweltrechtsprinzipien; Umweltrechtsinstrumente

