https://heiup.uni-heidelberg.de/journals/rupertocarola/issue/feedRuperto Carola2025-02-24T00:00:00+01:00Marietta Fuhrmann-Koch (verantwortlich)ruca@uni-heidelberg.deOpen Journal Systems<p>The "Ruperto Carola" research journal reports on scientific findings and current research activities at Heidelberg University. Every issue is dedicated to a central theme of high social relevance, to which Heidelberg scholars contribute by presenting related research projects across the entire range of disciplines and subjects. The journal is published by the President of Heidelberg University and edited by the "Communications and Marketing" team.</p>https://heiup.uni-heidelberg.de/journals/rupertocarola/article/view/25099Environmental justice2025-02-19T15:20:53+01:00Anca Baliettianca.balietti@awi.uni-heidelberg.deTom Zeising tom.zeising@awi.uni-heidelberg.de<p>In the United States, both racial and socioeconomic factors determine whether individual communities are left behind when it comes to environmental over-sight. While progress has been made in reducing pollution levels over the past few decades, research conducted at the Alfred Weber Institute for Economics suggests that environmental injustice persists: U.S. firms are less likely to be inspected for compliance with environmental standards following increases in the non-White population in the communities where they operate – especially in states where Republican candidates consistently win major elections. As this article shows, moving forward will require a uniform and equitable approach to environmental regulation and enforcement.</p>2025-02-24T00:00:00+01:00Copyright (c) 2025 Ruperto Carolahttps://heiup.uni-heidelberg.de/journals/rupertocarola/article/view/25101A fatal connection2025-02-19T15:29:00+01:00Frank Winklerfrank.winkler@med.uni-heidelberg.de<p>Tumor- und Nervenzellen tauschen wechselseitig Informationen aus. Das begünstigt das Fortschreiten von Krebserkrankungen. Ein neues Fachgebiet, die Cancer Neuroscience o der Krebs-Neurowissenschaft, erforscht die fatale Interaktion. Die Er gebnisse der noch jungen Disziplin lassen auf neue Therapien gegen eine Vielzahl bösar tiger Erkrankungen hoffen.</p>2025-02-24T00:00:00+01:00Copyright (c) 2025 Ruperto Carolahttps://heiup.uni-heidelberg.de/journals/rupertocarola/article/view/25100Preventing relapse 2025-02-19T15:25:34+01:00Magdalene Schlesiger m.schlesiger@dkfz-heidelberg.de<p>Suchtkranke und ihre Angehörigen fürchten die Rückkehr der Suchterkrankung nach zunächst erfolgreicher Therapie. Warum sich Rückfälle so häufig ereignen, erforschen Heidelberger Neuro- wissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Eine bedeutende Rolle bei der Wiederkehr des Sucht- verhaltens könnten krankhaft veränderte Nerven- schaltkreise spielen, die für das Belohnungslernen und das Gedächtnis wichtig sind.</p>2025-02-24T00:00:00+01:00Copyright (c) 2025 Ruperto Carolahttps://heiup.uni-heidelberg.de/journals/rupertocarola/article/view/25102In the Beginning there was Lightning2025-02-19T15:30:49+01:00Joachim Ballmannjoachim.ballmann@uni-heidelberg.de<p>Ammoniak ist eine stickstoffhaltige Grundchemikalie, aus der sich Düngemittel und viele weitere Feinchemikalien von Farbstoffen über Nylon bis hin zu Medikamenten gewinnen lassen. Im industriellen Maßstab hergestellt wird Ammoniak mit dem Haber-Bosch-Prozess, bei dem auch sogenannte Hin- und Rückbindungen eine Rolle spielen. Doch das berühmte Verfahren hat einen großen Nachteil – seinen enormen Energiehunger. Heidelberger Chemikerinnen und Chemiker arbeiten an einer Methode, um Ammoniak und stickstoffhaltige Grundchemikalien direkt, ohne hohen Energieeinsatz, zu synthetisieren.</p>2025-02-24T00:00:00+01:00Copyright (c) 2025 Ruperto Carolahttps://heiup.uni-heidelberg.de/journals/rupertocarola/article/view/25109Editorial2025-02-19T16:05:02+01:00Frauke Melchiorrektorin@uni-heidelberg.de<p>LIEBE LESERINNEN UND LESER DER RUPERTO CAROLA,</p> <p>unser Forschungsmagazin, das sich in dieser 25. Ausgabe dem Schwerpunktthema VOR & ZURÜCK widmet, beginnt in gewohnter Weise mit einem Gespräch unter Expert:innen. Doch dieses Mal tauschen sich nicht zwei Forscher:innen aus möglichst unterschiedlichen Disziplinen zur aktuellen Fragestellung aus, sondern fünf Wissenschaftler:innen, die derselben Einrichtung angehören: dem Philosophischen Seminar. Diese traditionsreiche und weltweit reputierte Institution der Universität Heidelberg mit großen Namen wie Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Karl Jaspers und Hans-Georg Gadamer hat sich sowohl personell als auch inhaltlich komplett neu aufgestellt. Die fünf neuen Kolleg:innen begreifen ihre Zusammenarbeit auch als Rückkehr zur interdisziplinären Ausrichtung der Philosophie in der Antike – und betrachten daher die Universität Heidelberg mit ihrem hohen Grad an gelebter Interdisziplinarität als ideale Umgebung für ihre Wissenschaft.</p> <p>„Zurück in die Zukunft“ heißt es somit für das Philosophische Seminar – ein Motto, mit dem auch ein Beitrag dieser Ausgabe überschrieben ist, der sich dem aktuellen Thema der Restitution von Kulturgütern widmet. In anderen Texten geht es beispielsweise um die Zukunft der Demokratie in den USA, um Rückfälle bei Suchterkrankungen, um winzige Vor- und Zurückbewegungen von Himmelskörpern, um eine hochgradig ritualisierte Zeremonie an der Grenze zwischen Indien und Pakistan oder um die grundlegende Frage, was VOR und ZURÜCK in der Zeit unterscheidet. Ich wünsche Ihnen erhellende Einblicke in die vielfältigen Forschungszusammenhänge an unserer Universität, in denen VOR & ZURÜCK eine Rolle spielen.</p> <p>Prof. Dr. Frauke Melchior <br>Rektorin der Universität Heidelberg</p>2025-02-24T00:00:00+01:00Copyright (c) 2025 Ruperto Carolahttps://heiup.uni-heidelberg.de/journals/rupertocarola/article/view/25103Into the atmosphere and back again2025-02-19T15:32:54+01:00Sanam Vardagsanam.vardag@uni-heidelberg.deAndré Butz andre.butz@uni-heidelberg.de<p>Um den menschengemachten Klimawandel abzuschwächen, ist es wichtig, nicht nur die Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid unabhängig messen zu können, sondern auch zu erkennen, wo, wann und in welchem Ausmaß es der Atmosphäre durch natürliche Prozesse wieder entnommen wird. Diesen Fragen gehen Umweltphysikerinnen und -physiker der Universität Heidelberg mithilfe sogenannter Vorwärts- und Rückwärtsmodelle nach. Wie sich die dabei gewonnenen Erkenntnisse in effizientes Klimahandeln überführen lassen, erforschen sie in einem interdisziplinären Projekt mit Kolleginnen und Kollegen aus den Gesellschafts- und Verhaltenswissenschaften.</p>2025-02-24T00:00:00+01:00Copyright (c) 2025 Ruperto Carolahttps://heiup.uni-heidelberg.de/journals/rupertocarola/article/view/25106Turbulent particles2025-02-19T15:57:51+01:00Jürgen Bergesj.berges@thphys.uni-heidelberg.de<p>Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eines Heidelberger Sonderforschungsbereichs untersuchen sehr verschiedene Quantensysteme und stellen dabei erstaunliche Übereinstimmungen fest. Die Entdeckung universeller Bereiche fern des Gleichgewichts liefert neue Erkenntnisse über die Zeitentwicklung komplexer Systeme und die grundlegende Frage, was „vor“ und „zurück“ in der Zeit unterscheidet.</p>2025-02-24T00:00:00+01:00Copyright (c) 2025 Ruperto Carolahttps://heiup.uni-heidelberg.de/journals/rupertocarola/article/view/25107Giants and dwarfs 2025-02-19T16:00:05+01:00Sabine Reffertsreffert@lsw.uni-heidelberg.deAndreas Quirrenbacha.quirrenbach@lsw.uni-heidelberg.de<p>Exoplaneten sind Planeten, die nicht um unsere Sonne, sondern um andere Sterne kreisen. Mittlerweile sind mehr als 5.000 solcher extrasolaren Planeten bekannt – leicht aufzuspüren sind sie nicht. Dazu benötigen die Astronominnen und Astronomen raffinierte Methoden, mit denen sie winzige Vor- und Zurückbewegungen der Himmelskörper bestimmen können.</p>2025-02-24T00:00:00+01:00Copyright (c) 2025 Ruperto Carolahttps://heiup.uni-heidelberg.de/journals/rupertocarola/article/view/25108Carved in stone2025-02-19T16:02:46+01:00Derya Gürerderya.guerer@geow.uni-heidelberg.de<p>Sich bewegende steinerne Platten prägen das Gesicht der Erde – und das sowohl über lange geologische als auch über kurze menschliche Zeiträume hinweg. Doch ist die Bewegung der Erdplatten ein stetiger Prozess, oder gibt es plötzliche Ereignisse, bei denen sich die Dynamik der Platten abrupt verändert? Ein Forschungsteam der Geowissenschaften an der Universität Heidelberg geht diesen Fragen an Plattengrenzen in Gebirgsregionen und in den Tiefen der Ozeane nach. Das Ziel ist es, sowohl die aktuellen geodynamischen Prozesse zu entschlüsseln als auch die Geschichte der Erde im langen geologischen Zeitrahmen zu dokumentieren.</p>2025-02-24T00:00:00+01:00Copyright (c) 2025 Ruperto Carolahttps://heiup.uni-heidelberg.de/journals/rupertocarola/article/view/25091Back to the roots, again and again 2025-02-19T14:57:13+01:00Jochen Briesenjochen.briesen@uni-heidelberg.dePhilipp Brüllmannphilipp.bruellmann@uni-heidelberg.deNora Heinzelmannnora.heinzelmann@uni-heidelberg.deSusanne Mantelsusanne.mantel@uni-heidelberg.deJulia Petersjulia.peters@uni-heidelberg.de<p>Warum sollen wir heute noch auf Texte aus der Philosophiegeschichte zurückgreifen? Welchen Beitrag kann die Philosophie für die Gestaltung der Zukunft leisten? Und worin besteht philosophischer Fortschritt – oder gibt es dafür keine konsensfähigen Kriterien? Über diese und andere Themen sprechen die fünf neuen Heidelberger Philosophieprofessor:innen Nora Heinzelmann, Susanne Mantel, Julia Peters, Jochen Briesen und Philipp Brüllmann.</p>2025-02-24T00:00:00+01:00Copyright (c) 2025 Ruperto Carolahttps://heiup.uni-heidelberg.de/journals/rupertocarola/article/view/25092Vicious Polarization2025-02-19T15:04:42+01:00Manfred Bergmanfred.berg@zegk.uni-heidelberg.de<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg galten die USA als vorbildliche Konsensdemokratie, doch mittlerweile sind sie zum Krisenfall geworden: Auch wenn alle westlichen Demokratien mit einer zunehmenden Polarisierung konfrontiert sind, ist doch nirgendwo die Spaltung von Politik und Gesellschaft so intensiv und langanhaltend wie in den Vereinigten Staaten. Gibt es für die am längsten bestehende Demokratie der Welt einen Weg zurück aus der Polarisierung?</p>2025-02-24T00:00:00+01:00Copyright (c) 2025 Ruperto Carolahttps://heiup.uni-heidelberg.de/journals/rupertocarola/article/view/25093New Cleavages2025-02-19T15:07:01+01:00Endre Borbáthendre.borbath@ipw.uni-heidelberg.de<p>Die einen streben mit progressiven Ideen in eine Zukunft mit Klimaschutz, offenen Grenzen und gleichen Rechten für alle, die anderen wollen mit nationalistischer Abgrenzung zurück zur vermeintlich „guten alten Zeit“ ohne Zuwanderungsprobleme, „Genderwahn“ und einschränkende Klimaschutzmaßnahmen. Überall in Europa zeigt sich vermehrt diese Spaltung, die neuartige politische Landschaften entstehen lässt. Mit den Ursachen, Auswirkungen und Perspektiven dieser Entwicklung beschäftigt sich die Heidelberger Politikwissenschaft.</p>2025-02-24T00:00:00+01:00Copyright (c) 2025 Ruperto Carolahttps://heiup.uni-heidelberg.de/journals/rupertocarola/article/view/25094The dynamics of boundaries2025-02-19T15:09:16+01:00Matthias Koenigmatthias.koenig@mwi.uni-heidelberg.de<p>In Europa hat Einwanderung in den vergangenen Jahrzehnten dazu geführt, dass die christlich geprägten Länder religiös vielfältiger wurden und werden. Wie gehen Politik und Gesellschaft damit um? Zur Beantwortung dieser Frage analysiert die empirische Makrosoziologie an der Universität Heidelberg mit einem Mix verschiedener Methoden die symbolischen, sozialen und institutionellen Dimensionen religiöser Grenzziehung. Je nachdem, wie diese miteinander wechselwirken, reichen mögliche Zukunftsszenarien von Rückschlägen bei bereits erfolgten institutionellen Öffnungen für religiöse Minderheiten bis zu einem langfristigen Wandel im Umgang mit ihnen.</p>2025-02-24T00:00:00+01:00Copyright (c) 2025 Ruperto Carolahttps://heiup.uni-heidelberg.de/journals/rupertocarola/article/view/25095Back to the future2025-02-19T15:11:46+01:00Carsten Werginwergin@uni-heidelberg.de<p>Lange Zeit waren die Kolonialgeschichte Deutschlands und die damit zusammenhängenden Verbrechen nicht im öffentlichen Bewusstsein. Mit der allmählichen Thematisierung dieser Problematik geht es nun auch um Fragen nach der Herkunft von Kulturgütern, aber ebenso von menschlichen Überresten in Museen, sowie deren Rückgabe an die Herkunftsgesellschaften, wie beispielsweise die Debatten um die Rückgabe der Benin-Bronzen oder um das Humboldt Forum in Berlin zeigen. Wie dieses lange verschwiegene schwierige Erbe der Vergangenheit zum Motor für Dialog, Zusammenarbeit und geteilte Verantwortung in Gegenwart und Zukunft werden kann, ist auch Gegenstand der Forschung an der Universität Heidelberg.</p>2025-02-24T00:00:00+01:00Copyright (c) 2025 Ruperto Carolahttps://heiup.uni-heidelberg.de/journals/rupertocarola/article/view/25096Twilight2025-02-19T15:13:52+01:00Peter Paul Schniererpps@as.uni-heidelberg.de<p>Ist das noch/schon Literatur? Mit der Frage, ab wann ein Text dies- oder jenseits der Grenze des Literarischen liegt, beschäftigt sich die Literaturwissenschaft – und richtet ihr Interesse an der Universität Heidelberg vor allem auf die Avantgarde, die dem Mainstream vorausgeht, aber irgendwann von ihm eingeholt wird. Dabei taucht natürlich auch eine neue Frage auf: Wie steht es um Texte, die von einer Künstlichen Intelligenz verfasst wurden und wie Literatur klingen?</p>2025-02-24T00:00:00+01:00Copyright (c) 2025 Ruperto Carolahttps://heiup.uni-heidelberg.de/journals/rupertocarola/article/view/25097Retro and Pro2025-02-19T15:15:47+01:00Anja Stukenbrockanja.stukenbrock@gs.uni-heidelberg.de<p>Was tun wir, wenn wir miteinander reden? Wie hängt die Gleichzeitigkeit von Sprechen und Hören mit beobachtbaren sprachlichen Strukturen zusammen? Lange Zeit war die Schriftsprache Maßstab und Orientierungspunkt für die Theorie- und Methodenentwicklung der Sprachwissenschaft. Doch während schriftliche Texte räumlich und zeitlich getrennt produziert und rezipiert werden, vollzieht sich gesprochene Sprache in der lebendigen Gegenwart eines Gegenübers – was ganz spezifische Sprachstrukturen hervorbringt. Mit dem Vor und Zurück des Hervorbringens und Bearbeitens sprachlicher Strukturen beim Sprechen beschäftigt sich die noch junge Disziplin der Interaktionalen Linguistik. Die Heidelberger Forschung in diesem Bereich zeigt, dass sprachliche Phänomene, die in der traditionellen Linguistik als forschungsunwürdig galten, beispielsweise eine wichtige Rolle bei dem von Sigmund Freud als „Redekur“ bezeichneten Sprechen in der Psychotherapie spielen.</p>2025-02-24T00:00:00+01:00Copyright (c) 2025 Ruperto Carolahttps://heiup.uni-heidelberg.de/journals/rupertocarola/article/view/25098Fake aggression, true excitement 2025-02-19T15:17:54+01:00Muhammad Usmanmuhammad.usman@hcts.uni-heidelberg.deHans Harderh.harder@uni-heidelberg.de<p>A site of both peaceful co-existence and violent bloodshed, the Wagah section of the border between India and Pakistan has emerged as an arena in which cultural, political and religious ideas about nationhood play out to this day. Since the Partition of India in 1947, the Wagah border crossing has seen a constant back and forth of people, goods and ideas. Today, it is the site of an extraordinary spectacle: the so-called Wagah Border Ceremony. During this highly ritualized display, paramilitary soldiers on both sides of the border march towards and away from each other, capturing the complex relationship between India and Pakistan in a delicate choreography. Research conducted at Heidelberg University focuses on how the enmity between the two nation states is staged during the ceremony and in what way it might quite paradoxically also conjure ideas of friendly competition.</p>2025-02-24T00:00:00+01:00Copyright (c) 2025 Ruperto Carola