Inklusionsorientierte Lehrer/innenbildung. Disziplinübergreifendes Seminarkonzept für Studierende der Regelschulpädagogik und der sonderpädagogischen Förderung

  • Rosi Ritter (Autor/in)
  • Antje Wehner (Autor/in)
  • Gertrud Lohaus (Autor/in)
  • Philipp Krämer (Autor/in)

Abstract

Die schulische Inklusion verlangt nach Fachkräften, die darauf vorbereitet sind, heterogene Lerngruppen zu unterrichten. Dafür brauchen sie sowohl sonderpädagogische als auch fachdidaktische Expertise, um den Bedürfnissen aller Schüler/innen gerecht werden zu können. Multiprofessionelle Kooperation wird als eine zentrale Gelingensbedingung betrachtet, nicht nur im Hinblick auf die Lernerfolge der Schüler/innen, sondern auch auf die Professionalisierung der Lehrkräfte. Daher sollte die Kooperation bereits in der universitären Phase der Lehrer/innenbildung initiiert werden.

Ein an der Bergischen Universität Wuppertal entwickeltes Seminarkonzept richtet sich an Studierende der sonderpädagogischen Förderung und der Regelschulpädagogik; es fokussiert insbesondere die kooperative Zusammenarbeit. Zunächst besuchen die Teilnehmer/innen ein Blockseminar, das Grundlagen zu schulischer Inklusion und Co-Teaching vermittelt. Nach einer Phase der aktiven Teambildung begleiten und gestalten die Teams gemeinsam ein Semester lang einmal wöchentlich Unterricht in inklusiven Schulen. Für die Konzeption der eigenen Unterrichtseinheiten ist zusätzlich zur fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Expertise der Regelschulpädagogik-Studierenden insbesondere die bildungswissenschaftliche und inklusionsorientierte Expertise der Studierenden der sonderpädagogischen Förderung notwendig. Durch den intensiven Austausch im multi-professionellen Tandem erfolgen sowohl die Verschränkung der Teilkompetenzen als auch ein Transfer der Expertise beider Partner/innen.

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Veröffentlicht
2019-09-10
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Disziplinübergreifendes Seminarkonzept, Co-Teaching, inklusionsorientierte Lehrer/innenbildung, Kompetenzverschränkung