... der Augenblick ist mein und nehm ich den in Acht
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Ding, Christina et al.: In welcher Hinsicht sollte sich die mediale Darstellung von Altern und Alter verändern?, in: Kruse, Andreas und Schmitt, Eric (Hrsg.): ... der Augenblick ist mein und nehm ich den in Acht: Daseinsthemen und Lebenskontexte alter Menschen, Heidelberg: Heidelberg University Publishing, 2022, S. 353-380. https://doi.org/10.17885/heiup.844.c12431

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ISBN 978-3-96822-075-8 (PDF)
ISBN 978-3-96822-076-5 (Hardcover)

Veröffentlicht am 14.04.2022.


Christina Ding, Simon Groß, Andreas Kruse, Hartmut Remmers

In welcher Hinsicht sollte sich die mediale Darstellung von Altern und Alter verändern?

Die Sicht von Journalistinnen und Journalisten

Zusammenfassung In diesem Kapitel werden Ergebnisse der Befragung von Medienvertretern be­richtet, die unserer Annahme zufolge die mediale Darstellung von Altern, Alter und älteren Menschen in Printmedien sowohl durch die Auswahl und die Art der Wiedergabe von Informationen als auch durch die Planung von Artikeln zu alterns- und altersbezogenen Fragestellungen beeinflussen. Im Zentrum des Interesses stehen hierbei zunächst Einschätzungen der aktuellen Darstellung von Altern und Alter in den Printmedien wie auch deren Beitrag zu gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Diskursen, die Fragen des Alters zentral berühren. Sodann wird die Frage gestellt, welche alter(n)sbezogenen Themen in den Medien aus der Perspektive von Journalistinnen und Journalisten sowie von leitenden Redakteurinnen und Redakteuren zukünftig besonderes Gewicht erhalten sollten. Es wurden in der Studie „Altern in Balance“ insgesamt N = 160 Journalistinnen und Journalisten befragt; 122 aus Deutschland, 32 aus den Nachbarländern (Schweiz, Österreich, Luxemburg, Niederlande, Belgien, Frankreich); sechs aus dem entfernteren Ausland. N = 50 dieser 160 Journalistinnen und Journalisten bekleideten die Position eines leitenden Redakteurs bzw. einer leitenden Redakteurin. Die Journalistin­nen und Journalisten wurden gebeten, aktuelle thematische Kontexte der Darstellung von Altern und Alter zu benennen und sie im Hinblick auf zentrale Botschaften, die sie in der medialen Darstellung erkennen, zu charakterisieren. Die Interviews mit den 50 leitenden Redakteurinnen und Redakteuren galten vor allem der Beantwortung der Frage, inwieweit nach deren Meinung Medien gesellschaftliche, politische und kulturelle Diskurse über Altern und Alter beeinflussen können bzw. beeinflussen sollten. Zudem wurde die Frage gestellt, welche kollektiven Repräsentationen des Alterns und Alters („Alters­bilder“) sie aktuell in den Printmedien wahrnehmen – wobei sich die Beantwortung dieser Frage auf die Gruppe jener leitenden Redakteurinnen und Redakteuren (N = 38) beschränkte, die in Deutschland arbeiteten. Dabei fiel auf, dass viele von ihnen in den Printmedien aus Deutschland ein defizit-orientier­tes Altersbild erkannten.

Schlagwörter Altersdarstellungen, Mediendarstellungen, Medienvertreter, gesellschaftliche Diskurse