... der Augenblick ist mein und nehm ich den in Acht
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Kruse, Andreas et al.: Gesundheit im Alter: Subjektive Deutung in unterschiedlichen Lebenswelten, in: Kruse, Andreas und Schmitt, Eric (Hrsg.): ... der Augenblick ist mein und nehm ich den in Acht: Daseinsthemen und Lebenskontexte alter Menschen, Heidelberg: Heidelberg University Publishing, 2022, S. 177-223. https://doi.org/10.17885/heiup.844.c12425

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ISBN 978-3-96822-075-8 (PDF)
ISBN 978-3-96822-076-5 (Hardcover)

Veröffentlicht am 14.04.2022.


Andreas Kruse et al.

Gesundheit im Alter: Subjektive Deutung in unterschiedlichen Lebenswelten

Zusammenfassung In diesem Kapitel wird Gesundheit vor allem aus der Perspektive des individuel­len Gesundheitsverhaltens sowie der individuellen Sicht auf personale und gesellschaftliche Einfluss­faktoren von Gesundheit betrachtet; darüber hinaus werden diese beiden Deutungen in Beziehung zu sozialstrukturellen Merkmalen gesetzt. Es wird mit einer anthropologischen Betrachtung von Gesund­heit begonnen, wobei hier vor allem Beiträge angeführt werden, die ein umfassendes Verständnis der Person und ihrer Lebensbezüge in das Zentrum der Analyse rücken. Zudem werden grundlegen­de Aussagen zur Prävention getroffen, mit denen veranschaulicht werden soll, wie Gesetzgeber und unterschiedliche Gesundheitsdisziplinen das präventive Potenzial im Lebenslauf deuten. Die weite­ren Schritte sind empirisch-analytischer Art. Es werden – auch auf der Grundlage von Clusterana­lysen – verschiedenartige Formen des Gesundheitsverhaltens wie auch der Deutung von personalen und gesellschaftlichen Einflussfaktoren von Gesundheit differenziert. Diese unterschiedlichen Formen machen nicht nur deutlich, dass Menschen mit ihrer Gesundheit (sowohl in gesundheitsförderlichen und präventiven, als auch in medizinisch-therapeutischen und rehabilitativen Aspekten) auf sehr ver­schiedenartige Art und Weise umgehen, sondern auch die Beeinflussbarkeit ihrer Gesundheit sehr unterschiedlich deuten. Wie die Analysen weiterhin zeigen, sind Verhaltens- und Deutungsmuster in hohem Maß von sozialstrukturellen Variablen (so zum Beispiel Schichtzugehörigkeit) beeinflusst, die somit auch im Sinne von (engeren oder weiteren) Handlungsspielräumen interpretiert werden kön­nen, die sie eröffnen.

Schlagwörter Gelegenheitsstrukturen, Gesundheitsverhalten, Lebenswelt, Potenziale des Alters, Prävention