... der Augenblick ist mein und nehm ich den in Acht
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Wild, Beate, Kruse, Andreas und Schmitt, Eric: Die psychische Stabilität alter Menschen, in: Kruse, Andreas und Schmitt, Eric (Hrsg.): ... der Augenblick ist mein und nehm ich den in Acht: Daseinsthemen und Lebenskontexte alter Menschen, Heidelberg: Heidelberg University Publishing, 2022, S. 117-138. https://doi.org/10.17885/heiup.844.c12423

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Identifikatoren (Buch)
ISBN 978-3-96822-075-8 (PDF)
ISBN 978-3-96822-076-5 (Hardcover)

Veröffentlicht am 14.04.2022.


Beate Wild, Andreas Kruse, Eric Schmitt

Die psychische Stabilität alter Menschen

Zusammenfassung Die psychische Stabilität alter Menschen wurde durch zehn Merkmale abzu­bilden versucht: Kohärenzgefühl, Depression, Lebenszufriedenheit, Einstellung zum eigenen Alter, subjektives Alter, subjektive Gesundheit, Optimismus, mitverantwortliche Potenziale, Barrieren der Mitverantwortung, Entwicklungsgewinne. Diese Merkmale wurden in Beziehung zu folgenden neun sozialstrukturellen Merkmalen gesetzt: Lebensalter, Geschlecht, Familienstand, Sozialschicht, Haus­haltsform, Haushaltsgröße, Erwerbsbiografie, Wohnort und Pflegegrad. Besonders enge Zusammen­hänge mit soziostrukturellen Merkmalen zeigen die psychischen Merkmale „Kohärenzgefühl“ und „Optimismus“. Für sie weisen „Pflegegrad“ und „Sozialschicht“ die höchsten Korrelationen aus. Der Pflegegrad korreliert zudem hoch mit anderen Merkmalen: Bei einem Pflegegrad von mindestens 2 findet man eine höhere Depressivität, niedrigere Lebenszufriedenheit und das subjektive Erleben von weniger Entwicklungsgewinnen. Darin spiegelt sich die erhöhte psychische Vulnerabilität von alten Menschen wider, die einen höheren Grad an Pflegebedürftigkeit aufweisen. Die Schichtzugehörigkeit zeigt hohe Korrelationen mit Lebenszufriedenheit, Potenzialen und Entwicklungsgewinnen. Über die genannten psychischen Merkmale wurden Clusteranalysen gerechnet, deren Ergebnisse in Beziehung zu sozialstrukturellen Merkmalen gesetzt wurden. Auch hier zeigte sich der potenzielle Einfluss von objektiv gegebenen Problemfaktoren vs. Ressourcen mit Blick auf die Selbst- und Weltgestaltung des Individuums.

Schlagwörter Lebenswelt, Prävention, Selbstgestaltung, Sozialstruktur, Weltgestaltung