Glas in der Frühen Neuzeit
Zitierempfehlung (Kapitel)

Evers, Susanne: »Glas Cammer« und »Gläser Spinde«. Fürstliche Glassammlungen und ihre Präsentation in den brandenburgisch-preußischen Schlössern von 1600 bis 1730, in: Cremer, Annette C. (Hrsg.): Glas in der Frühen Neuzeit: Herstellung, Verwendung, Bedeutung, Analyse, Bewahrung, Heidelberg: Heidelberg University Publishing, 2022 (Höfische Kultur interdisziplinär (HKI) – Schriften und Materialien des Rudolstädter Arbeitskreises zur Residenzkultur, Band 6), S. 493-514. https://doi.org/10.17885/heiup.821.c14196

Weitere Zitierweisen
Lizenz

Dieses Werk ist unter der
Creative Commons-Lizenz 4.0
(CC BY-SA 4.0)
veröffentlicht.
Creative Commons Lizenz BY-SA 4.0

Identifikatoren (Buch)
ISBN 978-3-96822-070-3 (PDF)
ISBN 978-3-96822-071-0 (Hardcover)

Veröffentlicht am 17.08.2022.


Susanne Evers

»Glas Cammer« und »Gläser Spinde«. Fürstliche Glassammlungen und ihre Präsentation in den brandenburgisch-preußischen Schlössern von 1600 bis 1730

Abstract Überraschend wenig ist bisher darüber bekannt, wie Luxusglas an den Höfen der Frühen Neuzeit gesammelt und präsentiert wurde. Was war die Triebfeder fürstlicher Sammeltätigkeit? Wo, wie und mit welcher Intention zeigte man Kollektionen mit Glä­sern? Für die brandenburgisch-preußischen Schlösser haben sich eine Vielzahl Quellen und Inventare erhalten, die Hinweise auf die historische Entwicklung der Glaspräsenta­tion in den Schlössern enthalten.

Seit der Regierungszeit des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm (1620–1688) häu­fen sich die Nachrichten über die Zurschaustellung kostbarer Glaspokale aus kurfürst­lichem Besitz auch außerhalb der Kunstkammer. Im Berliner Schloss und im Schloss Charlottenburg präsentierte man die Stücke in kleinen Schränken, »Gläser Spinde« ge­nannt, auf Pyramidenregalen und auf Regalen mit gedrehten Säulen. Zu besonderen An­lässen stellte man Prunkpokale auf kostbar ausgestatteten Buffets und Kredenzen aus. Ab circa 1700 ist eine Tendenz hin zur raumfesten Aufstellung von Luxusglas in den Schloss­räumen zu beobachten. Einen Höhepunkt der Präsentation kostbarer Gläser markiert die in einem Inventar des Jahres 1738 dokumentierte »Glas Cammer« der Königin Sophie Dorothea in ihrem Schloss Monbijou in Berlin.

Keywords Kunstkammer, Glas, Grimnitz, Schloss Berlin, Schloss Charlottenburg, Schloss Monbijou, Rosenborg, Glaskabinett