Call for Papers

Heidelberger Jahrbücher Online - Band 2: „Wissenschaft für Alle - Bedeutung von Open Science und Citizen Science für Universitäten und Wissenschaft“

 

Sehr geehrte Kollegin, sehr geehrter Kollege:

 

wie jedes Jahr steht auch diesmal wieder die Planung des Heidelberger Jahrbuchs 2017 vor uns. Michael Wink und ich würden uns sehr freuen, Sie im kommenden Band als Autorin bzw. Autor mit dabei zu haben! Worum geht es thematisch?

 

Wir möchten uns als fächerübergreifende Thematik mit den verschiedenen Spielarten von Open Science bzw. Citizen Science beschäftigen. In vielen Wissenschaftsdisziplinen übernehmen Laien Aufgaben wie das Erfassen von Tieren und Pflanzen in bestimmten Gebieten oder die Sichtung von Sternen. In der Medizin sind es Selbsthilfe-Gruppen, die Wissen sammeln und organisieren. In der Germanistik werden editorische Tätigkeiten durch Laien ausgeführt, in der Geschichtswissenschaft durchforstet man Archive oder sammelt lokale Daten. 

 

Während Citizen Science auf die Beteiligung von Bürgern abzielt, richtet sich Open Science vorrangig (aber nicht exklusiv) an die Welt der Wissenschaft: es geht um Verfügbarmachung von Sammlungsobjekten, Daten, Prozeduren, Texten und Materialien aller Art (z.B. durch Digitalisierung). Open Access ist ein Zauberwort, das allerdings auch Probleme mit sich bringt.

 

Diese Thematik möchten wir aus der bunten Sicht unserer Volluniversität beleuchten. Interessant sind aus unserer Sicht Fragen wie zum Beispiel: Welche Bedeutung hat Open Science bzw. Citizen Science für ihr Fachgebiet? Was waren die wichtigsten Innovationen oder Erkenntnisse, die dabei herausgekommen sind? Wo sehen Sie Nutzen oder auch Gefahren von Open Science bzw. Citizen Science? Wie sehen Sie die Spannung von erhöhter Transparenz auf der einen Seite und Kontrollverlaust auf der anderen Seite? 

 

Wir würden uns freuen, wenn die durchaus disziplinär angelegten Beiträge diese und ähnliche Fragen thematisieren könnten und wir am Ende eine interessante Perspektivenvielfalt erzielen könnten.   

 

Der Umfang eines Artikels sollte zwischen 15 und 25 Druckseiten liegen; gern gesehen sind farbige Illustrationen (bitte Urheberrechte beachten). Da das Jahrbuch als E-book erscheinen wird, sind wir mit dem Umfang des Jahrbuches und seiner Gestaltung etwas flexibler als bisher. Band 2 soll im Jahr 2017 erscheinen; daher ist als Deadline für die Abgabe der Manuskripte der 31.12.2016 vorgesehen.

 

Bitte geben Sie uns bis 10.10.2016 per Email an wink@uni-heidelberg.de und funke@uni-hd.de Bescheid, wenn Sie sich mit einem Beitrag beteiligen möchten. Bitte nennen Sie uns den angedachten Titel und geben uns – wenn möglich – ein kleines Abstract als Vorgeschmack auf Ihren Text.

 

Wir freuen uns auf Ihre Beiträge und stehen für Rückfragen gerne bereit!

 

Michael Wink (Biologie) & Joachim Funke (Psychologie)

 

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Zum Hintergrund der „Jahrbücher“:

In den 1957 neu begründeten Heidelberger Jahrbüchern soll der „wissenschaftliche Geist“ und der „geschichtliche Raum“ der Universität zur Darstellung gelangen. Die Heidelberger Jahrbücher, die im Auftrag der Gesellschaft der Freunde Universität Heidelberg e.V. herausgegeben werden, beleuchten in jedem Band ein fachübergreifendes Thema aus unterschiedlichen Positionen. Ihr Ziel ist es, das Gespräch und den Kontakt der Wissenschaften an der Universität Heidelberg untereinander zu fördern.

Schon Band 55 wurde aus Kostengründen nicht mehr im Springer-Verlag herausgegeben, sondern in eigener Regie der "Gesellschaft der Freunde Uni Heidelberg“.  Die weiteren Bände erscheinen nicht mehr primär als Druckversion, sondern unter dem leicht veränderten Titel „Heidelberger Jahrbücher Online“ im elektronischen Format (mit der Möglichkeit von „Print on Demand“). Den ersten online erschienenen Band 1 (2016) mit dem Rahmenthema „Stabilität im Wandel“ finden Sie hier: http://www.ub.uni-heidelberg.de/helios/epubl/hdjb/